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PostHeaderIcon GCC Mühlhausen: XC Women und XC Beginners

Ohne Titelfavoritin in der Klasse XC Women

Sehr zur Freude ihrer Kontrahentinnen fehlte die haushohe Favoritin Sally Böde vom Cross Team Böde in der Startaufstellung der XC-Women in der „Airtime Area“ Mühlhausens. Von den Piloten des ersten Laufes wurde auch die Strecke soweit trocken gefahren, dass ideale Rennbedingungen gegeben waren. Von außen betrachtet, konnte sicher der eine oder andere unbedarfte Zuschauer nicht erahnen, dass hier zierliche und feminine Damen in dieser ungewöhnlichen Sportart ihren Mann standen.

Start der DamenklasseStart der Damenklasse

Nina Kaas vom KTM Team Musch ließ sich deshalb auch nicht zweimal bitten und setzte sich schon gleich am Start vor den Rest des Feldes. Aber auch ihre Kolleginnen Darvina Trost vom Team KTM Kosak, MSC Frickenhausen und Carmen Jankus vom Team GasGas Deutschland Enduro ließen derweil nichts anbrennen und setzten sich direkt hinter Nina Kaas.
Dahinter fochten Nina Dörzbacher (MSC Reicholzheim, Team You & Me), Jennifer Poslovsky (Suzuki Reinecke) und Margit Müller vom MV Zella-Mehlis im Team Parthen um die weiteren Positionen.

Volle Konzentration Darvina TrostVolle Konzentration Darvina Trost

Nach Absolvierung der  ersten Runde lag nach wie vor Nina Kaas ganz vorne im Feld der Damen. Rund 20 Sekunden hatte sie in dieser ersten Runde schon an Vorsprung zwischen sich und die nachfolgende Jennifer Poslovsky gelegt, diese wiederum hatte drei Positionen in der Runde gut gemacht. Auf Platz 3 schloss Margit Müller ihre erste Runde ab, während Darvina Trost mit schon 1 ½ Minuten Rückstand noch hinter Carmen Jankus zurück fiel und damit Position 5 nach der ersten Runde innehielt.
Auch Samantha Bieniusa vom MMC Schweinfurt hatte in der ersten Runde mächtig  aufgeholt und war von drittletzter Position startend bis auf den 6. Platz nach vorne gefahren.  Ganze 45 Sekunden Vorsprung genoss Nina Kaas dann nach Abschluss einer weiteren Runde und machte überlegen klar, wer in Mühlhausen in der Damenklasse das Sagen hatte.
In den nachfolgenden Runden änderte sich auf den ersten 3 Positionen im Feld nichts mehr, während am Ende von Runde fünf Darvina Trost einen weiteren Platz an Samantha Bieniusa verlor und damit auf Rang 6 unterwegs war.  Die weiteren Plätze belegten zu diesem Zeitpunkt  Andrea Volk (Team Bieberbach), Patricia Riegler (Hmf Team Würzburg), Nina Dörzbacher (MSC Reicholzheim, Team You & Me) und auf Platz 10 schließlich Nadine Maier vom MSC Betra/MRS Racing. In den kommenden Runden musste Darvina Trost noch einen weiteren Platz an Andrea Volk abtreten und lag nun nur noch an siebter Stelle des Klassements. Dies ließ Darvina allerdings nicht lange auf sich sitzen und holte sich den 6. Platz kurzerhand wieder zurück, indem sie in Runde 14 erneut an Andrea Volk vorbei ging.  
Zwischenzeitlich konnte auch Nadine Maier von Position 10 auf acht vorfahren, während Patricia Riegler etwas Boden verlor. Nina Dörzbacher bewegte sich derweilen zwischen den Beiden.

Nina KaasNina Kaas

Letztendlich belegten die Damen in Abwesenheit von Sally Böde nach 18 gefahrenen Runden, die übrigens nur Nina Kaas als Einzigste mit mehr als 3 Minuten Vorsprung absolvierte, folgende Platzierungen:
1. Nina Kaas (KTM Team Musch, KTM), 2. Jennifer Poslovsky (Team Reinecke, Suzuki), 3. Margit Müller (Team Parthen / MV Zella-Mehlis, Yamaha), 4. Samantha Bieniusa (MMC Schweinfurt, Honda), 5. Carmen Jankus (GasGas Deutschland Enduro-Team, GasGas), 6. Darvina Trost (MSC Frickenhausen / Team KTM Kosak, KTM), 7. Andrea Volk (Team Bieberbach, KTM), 8. Nadine Maier (MSC Betra/MRS Racing, KTM), 9. Nina Dörzbacher (MSC Reicholzheim/Team You & Me) und auf Position 10 schließlich Patricia Riegler vom Team Hmf Würzburg auf einer Yamaha.

Start der AnfängerklasseStart der Anfängerklasse

Bei den XC Beginners hatte am Start noch Steve Schippel vom Team Bieberbach die Nase vorne. Schon einige Meter dahinter, folgten Marcus Liß (Team Gas Gas Kadelack), Andreas Greifzu (Team Stopfel) und Nico Maier vom MSC Betra/MRS Racing Team.
Nach der ersten Durchfahrt der Zählstelle wurde Steve Schippel allerdings nur noch als Vierter registriert. Marcus Liß, David Gärtlein (Team KTM Jakobi) und Christopher Schellhorn hatten sich vor ihn auf die Plätze 1 bis 3 gesetzt. Auf den weiteren Plätzen folgten Andreas Greifzu, Silvio Zanke (Team Hornik) und Pascal Schneider vom MC Neustadt. Alexander Zint (MSC Spalt)und Benjamin Schmidt vom Börning Börn Racing Team komplettierten schließlich die Toppten der ersten Runde.

Steve SchippelSteve Schippel

Doch schon eine weitere Runde später sah man Christopher Schellhorn als ersten Fahrer, der die Zählstelle erneut durchrollte. Auf Position 2 lag nun Marcus Liß vor David Gärtlein, Andreas Greifzu und Steve Schippel. In den weiteren Runden ging Gärtlein an Liß vorbei und Schippel fiel bis auf Position 6 zurück. Davor hatten sich Pascal Schneider und Manuel Pszeniczny vom MSC Suhl breit gemacht. Auf den Plätzen 7 bis 10 waren nach Beendigung der Runde sechs die Piloten Silvio Zanke, Andreas Greifzu, Andreas Damerow (Aprilia Offroad  / Team Kaiser) und Christian Schiemer vom MVV Racing Parts Team zu finden.
Nach knapp 60 Minuten kam David Gärtlein  als erster an die Box. In nur 1 Minute war das Motorrad abgefertigt, und Gärtlein wollte schon wieder zur Tat schreiten, als das Motorrad unvermittelt abstarb. Erst mit 10 bis 15 Sekunden Verzögerung konnte Gärtlein sein Motorrad wieder in Gang bringen und sein Rennen fortzusetzen.

David GärtleinDavid Gärtlein

Die getätigten Boxenstopps wirbelten dann das Feld in den anschließenden Runden etwas durcheinander und nach etwas mehr als 80 Minuten bzw. 12 gefahrenen Runden lag dann nach wie vor Schellhorn vorne, Gärtlein, Schippel und Pszeniczny dahinter. Auf Position 5 war nun Florian Schneider (MSC Walldorf) vorgerückt, während dahinter Matthias Matuszak vom Bavaria A-Team seine Runden drehte.
Die weiteren Positionen wurden von Pascal Schneider, Marco Barthel , Benjamin Schmidt und Andreas Greifzu beansprucht. Der zuvor auf Position 10 liegende Christian Schiemer wurde zwischenzeitlich von einem seiner Kontrahenten vom Motorrad gefahren und schied dadurch mit einer stark geprellten Hand und defektem Motorrad vorzeitig aus.
Auch der Mann mit der Nummer 1 im  Feld, Tim Schmidt vom Team Bieberbach lag nach 6 Runden noch auf der elften Position, musste sich dann aber im weiteren Verlauf immer weiter hinten einreihen.  Ab Runde 13 machte er dann aber noch einmal kräftig Druck und fuhr sich wieder bis Runde 17 auf den 10. Platz nach vorne. Selbst in der letzten Runde hatte Schmidt noch so viele Reserven um sich Platz acht zu erobern.
An der Spitze hatte sich hingegen nicht mehr viel getan. Nach wie vor lag Schellhorn vor Gärtlein, der aber nur noch wenige Sekunden hinter diesem lag. Hätte Gärtlein bei seinem Boxenstopp nicht diese obligatorischen 10 – 15 Sekunden durch seine abgestorbene Maschine verloren, hätte es eindeutig zum Sieg der XC Beginners gereicht. Denn gerade mal 5 Sekunden betrug der Rückstand Gärtleins zum späterenn Sieger Christopher Schellhorn. Laut eigener Aussage hatte Gärtlein in der ersten Rennhälfte nicht den richtigen Drive, bevor in der zweiten Hälfte zur Tat schritt. Den Sieg allerdings hatte er unverschuldet durch das kleine Malheur in der Box verloren. An dritter Position fand sich Steve Schippel wieder, gefolgt von Schneider und Pszeniczny. Matthias Matuszak verlor in der letzten Runde ganze fünf Plätze und lag am Ende dann nur noch auf Position 10. Auch Steve Schippel hatte nach eigenen Aussagen in den ersten 3 Runden so seine Probleme mit der Eingewöhnung auf die Strecke. In der Waldpassage und auf dem Stoppelacker herrschten ziemlich schwierige Fahrbedingungen, während gegen Ende Schippel ein weiteres Problem befürchtete. Er hatte größte Bedenken, dass der Sprit im Tank nicht bis ins Ziel reichen würde und damit alle Anstrengungen zunichte machen würden. Aber Schippel hatte das Glück des Tüchtigen und alles lief letztlich doch zu seinen Gunsten.

Christopher SchellhornChristopher Schellhorn

Christopher Schellhorn´s erste Worte im Ziel waren „Dies waren die mit Abstand besten Streckenbedingungen der ganzen Saison!“
Der Zieleinlauf nach 18 gefahrenen Runden gestaltete sich schließlich folgendermaßen:
1. Christopher Schellhorn (KTM), 2. David Gärtlein (Team KTM Jakobi, KTM), 3. Steve Schippel (Team Bieberbach, KTM), 4. Florian Schneider (MSC Walldorf, Yamaha), 5. Manuel Pszeniczny (MSC Suhl, KTM), 6. Udo Westphal (mca, KTM), 7. Pascal Schneider (MC Neustadt, Yamaha), 8. Tim Schmidt (Team Bieberbach, KTM), 9. Silivio Zanke (Team Hornik) und 10. Matthias Matuszak vom Bavaria A-Team auf Honda.

Ebenfalls erwähnenswert war die Leistung von Tim Apolle vom Team Hornik, einem ganz jungen Piloten der gewöhnlich in der Wild Child Klasse W2 auf einer 85er Kawasaki unterwegs ist. Diese Läufe mit 40 Minuten Dauer stellen eine ganz andere Basis als die 120 Minuten der Beginners-Klasse dar. Aber auch diese meisterte das Ausnahmetalent mit Bravour. Mit einer Gesamtzeit von 2:04 Stunden und 18 gefahrenen Runden wäre er durchaus unter den ersten fünf zu finden gewesen, wenn er nicht außerhalb der Wertung gestartet wäre. Auch Martin Köck auf seiner rein elektrisch angetriebenen Zero startete erneut  zur Freude der Zuschauer im Mühlhausener GCC-Rennen der XC Beginners, jedoch ebenfalls nicht in Wertung fahrend. Aber in die Phallanx der Spitzenpiloten hätte Martin Köck auf seiner Zero auch nicht wirklich eingreifen können, auch wenn er zwischendurch recht zügig unterwegs war.