Aber auch andere Zeitgenossen im Fahrerlager hätten sich sicher noch das eine oder andere Stündchen Schlaf gewünscht, da in Anbetracht der nächtlichen Ereignisse für manchen die Nacht doch wirklich kürzer als eigentlich vorgesehen, ausfiel. Nur zu bekannt waren die rauschenden Partys, die man schon zu früheren Zeiten im Schefflenzer Festzelt bzw. der Bar gefeiert hatte.
Doch um sieben Uhr in der Früh war unmissverständlich die Nacht zu Ende, als die ersten Einzylinder-Viertakter der Quads ihre Siegeshymen anstimmten.

Die Schefflenzer Ausrichter konnte dies jedoch nicht weiter aus der Ruhe bringen, waren doch um diese Zeit alle Beteiligten längst auf den Beinen bzw. schon auf ihrem ihnen zugedachten Posten.
Leichte Regenfälle in der Nacht hatten glücklicherweise dafür gesorgt, dass auch auf den nicht bewässerbaren Streckenabschnitten ideale Bedingungen herrschten und zumindest für den Anfang des ersten Rennens absolut ideale Bedingungen auf dem Track vorherrschten.
Laut Wetterprognose war auch für den weiteren Rennverlauf kein Regen zu erwarten. Erst im letzten Lauf des Tages, der allerdings eh den Profiklassen vorbehalten war, musste damit gerechnet werden, dass ein Regenschauer die Bedingungen hätte drastisch verändern können. Aber der Wettergott hatte letztlich dann doch ein Einsehen mit den Akteuren, Zuschauern und Veranstaltern und ließ sehr zur Freude derselben seine Schleusen fast gänzlich geschlossen.
Erst in den letzten Minuten des Endlaufes fielen einige zaghafte Tropfen auf den staubigen Schefflenzer Boden, die aber angesichts der gegebenen Trockenheit nicht wirklich Einfluss auf den noch andauernden Rennbetrieb nahmen.

Bei den insgesamt vier anstehenden Rennen des Tages standen außer den Vertretern der Vierradbranche auch noch die beiden Klassen der kleinsten Racer , den sogenannten Wild Childs auf dem Plan, die gleich nach den dicken Brummern an die Startlinie der etwas verkürzten Schefflenzer Strecke rollten.
Mit leuchtenden Augen und wilden Anfeuerungsrufen mobilisierten die Väter am Streckenrand ihre Zöglinge zu Höchstleistungen, während manche der Mütter in heller Aufregung am Streckenrand standen, und ihren Töchtern bzw. Söhnen bei der wilden Hatz auf den Vordermann kaum zusehen konnten.

Ohne weitere Zwischenfälle verliefen auch die weiteren Rennläufe des Sonntags, so dass pünktlich kurz nach 16:30 Uhr der hinterste Fahrer die Ziellinie letztmalig überquerte und im Anschluss daran die finale Siegerehrung des Tages abgehalten werden konnte, während im Fahrerlager schon eifrig mit dem Einpacken der Rennutensilien wie Motorräder, Zelte, Reifen und sonstigem Inventar begonnen wurde. Binnen kürzester Zeit war vom ganzen Rennzirkus dann auch nicht mehr viel zu sehenen, denn nicht wenige der Teilnehmer hatten doch immerhin noch einen recht langen Weg nach Hause in Angriff zu nehmen.

Als Resümee konnte der MSC Schefflenz jedenfalls eine in allen Belangen bestens gelungene Veranstaltung verbuchen, die angefangen von der Akzeptanz von mehr als 500 aktiven Teilnehmern bis zur Organisation aller Haupt- und Randbedingungen hervorragend abgewickelt wurde.
Darüber hinaus konnten auch viele der aktiven Schefflenzer Piloten diese Veranstaltung auf breiter Ebene mit ganz hervorragenden sportlichen Leistungen abschließen.
Der Gesprächsstoff wird den Schefflenzern diesbezüglich also vorerst noch lange nicht ausgehen, ehe man sich dann wieder mit den Planungen fürs kommende Jahr und der nächsten GCC beschäftigen muss.
Fotos und Text: Rudolf Schuler