Schon immer stand das GCC Rennwochenende in Walldorf/Werra bei den Teilnehmern hoch im Kurs, denn bekanntermaßen haben die Walldorfer Profis (fast) alles fest im Griff, außer, wie man diesmal sah, das Wetter! Schon seit Bestehen der Deutschen Cross Country Meisterschaft zählen die Mannen um Uwe Hildenbrand zum festen Bestandteil der Serie. In hervorragender Zusammenarbeit mit dem Promoter Baboons verstehen es die Jungs Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an die äußerst abwechslungsreiche und wunderschön gelegene Strecke oberhalb Walldorfs zu locken.

Um 6 Uhr sah das Wetter noch gut aus
Auch dieses Jahr hatten wieder mehr als 800 Piloten ihre Nennung für die sieben Wertungsläufe mit mehreren Klassen abgegeben. Von den ganz jungen Heißspornen über die Klasse der Damen und den alten Herren war wieder alles vertreten. Besonders interessant für den Zuschauer sollte aber erneut das letzte Rennen des Wochenendes werden, in dem die Profis , Semiprofis und Sport A Piloten antraten.
Die meisten Fahrer hatten auch noch bei der Anreise nicht die geringste Ahnung, dass dieses GCC-Wochenende wettertechnisch in die Annalen der Cross Country-Geschichte eingehen sollte. Denn immerhin war für das Wochenende unbeständiges Wetter angesagt, dass es aber derart anhaltend regnete, hätte wohl kaum irgendjemand vorher vermutet.

Garant für gute Rennen
Während im ersten Rennen des Tages noch alles nach Plan lief, mussten alle anschließenden Rennen aufgrund heftiger Regenfälle auf die Hälfte ihrer üblichen Dauer reduziert werden, denn einige Streckenpassagen waren unter den gegebenen Bedingungen einfach nicht mehr befahrbar. Dennoch hatten sowohl Fahrer als auch die zahlreichen Zuschauer, die trotz der widrigen Wetterlage die Strecke säumten, ihren Spaß am matschigen Geschehen auf der Strecke.
Die meisten kamen wahrscheinlich aber auch wegen der berühmt berüchtigten Party am Samstagabend. Dass die Walldorfer es verstehen, Schwung in die Bude zu bringen, ist seit Jahren bekannt und mehr oder weniger ein Geheimtipp in der Szene .

Bewässerung im ersten Rennen
Wer sich dem entzog, hatte auch in diesem Jahr wieder einmal sprichwörtlich eines der Highlights am Wochenende verpasst, von den sportlichen Höhepunkten einmal abgesehen. Dass diese natürlich an erster Stelle stehen, muss dem sportlich interessierten Anhänger schon lange nicht mehr extra erklärt werden.

Stiefelpflege war nach dem Rennen angesagt.
Bei der abendlichen Party nutzte der rührige Verein dann auch gleich die Gelegenheit, um die vor kurzem abgebrannte, historische Walldorfer Kirche mit Hilfe von Spendengeldern wieder in den alten Zustand versetzen zu können. So griffen sowohl Vereinsvorstand wie auch Baboons Geschäftsführer Ulrich Hanus unverdrossen ins Portemonnaie und steckten einige ansehnliche Scheine in das zur Schau gestellte, schwarz verkohlte Holzmodell, das dem jetzigen Zustand der ehemaligen schmucken Kirche recht ähnlich sah.

Party am Samstagabend
Und irgendwann, schon sehr spät in der Nacht gingen auch im Walldorfer GCC-Zelt im Jahre 2012 wieder einmal die letzten Lichter aus und einige mehr oder weniger auffällige Genossen der Zeit suchten im klebrigen, rostbraunen Walldorfer Matsch ihre Behausungen nahe der Strecke oder im nahegelegenen Dörfchen auf.
Was am zweiten Tag geboten war, ist in Kürze hier zu lesen. Dran bleiben lohnt sich also!!!
Geschrieben von Rudolf Schuler
Baboons-Press