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GCC Marisfeld 2012 – Racereport Day 2

Details
Kategorie: GCC Racereports
Ein Tag mit vielen Gesichtern

Lauf 4: Meistens mussten die Quadiaten in dieser Saison erst einmal dafür sorgen, dass die Strecke für die späteren Piloten, insbesondere den Wild Childs, überhaupt befahrbar wurde. Nicht so in Marisfeld beim dritten GCC-Lauf der Saison. Wenngleich am Vortag strahlender Sonnenschein für beste Rennverhältnisse gesorgt hatte, begann es doch schon an der einen oder anderen Stelle staubig zu werden. Nächtlicher Regen sorgte jedoch dafür, dass für das Quad-Rennen am Morgen ideale Bedingungen herrschten, da der Regen freundlicherweise mit Beginn des Rennens seine Aktivitäten zumindest vorübergehend einstellte.

Start Quad Pro

Unter diesen Umständen legte Maximilian Freund (Team Quad Briel) vom ersten Meter weg eine Performance an den Tag, dass der Rest des Feldes nur neidvoll zusehen konnte. Noch einigermaßen mithalten konnte anfangs Kevin Ristenbieter vom RMX-Racing Team, musste dann aber auch den Kontakt zu Max Freund abreißen lassen. Nach der ersten Runde lag Kevin Ristenbieter noch mit moderaten sieben Sekunden hinter Max Freund und auch Sandy Schulze (MC Veilsdorf) lag nur eine gute weitere Sekunde hinterm Zweiten Kevin Ristenbieter. Auf den Plätzen vier und fünf folgten unterdessen Michael Grimm und der schnelle Stefan Schreiber (Alskom-KTM Rac-Factory).

Quad Pro Stefan Schreiber Pos2

Zunehmend fand Stefan Schreiber seinen Rhythmus und ließ in der zweiten Runde erst Michael Grimm, dann Sandy Schulze und schließlich auch Kevin Ristenbieter hinter sich. Max Freund hatte aber zwischenzeitlich schon runde dreißig Sekunden zwischen sich und den nun zweiten Schreiber gelegt. Nur eine Runde später drang Udo Bauerfeind nach eher verhaltenem Start erstmals in die Riege der besten Fünf ein, nachdem er zuerst an seinem Teamkollegen Richart Zimmermann und dann an Michael Grimm vorbei gegangen war. Auch an Sandy Schulze konnte Udo Bauerfeind wenig später ohne große Probleme vorbei ziehen, da Sandy Schulzes Kawasaki auf den langen Bergaufstücken einfach schneller die Puste ausging als Udo Bauerfeinds hubraumstärkerer KTM. Der gleiche Vorteil diente Frank Geiling (GMC Güntersleben / Geiling-Mohr-Racing-Team), um ebenfalls im  Windschatten von Udo Bauerfeind Sandy Schulze hinter sich zu lassen. In dieser Reihenfolge; Freund, Schreiber, Ristenbieter, Bauerfeind, Geiling und Schulze ging es in den nächsten Runden weiter, ehe Frank Geiling Ende der siebten Runde an Udo Bauerfeind vorbei schlüpfen konnte.

Quad Pro Frank Geiling Pos3

Als in der zwölften Runde Kevin Ristenbieter ein Plattfuß auf der Piste ereilte, konnten seine Kontrahenten  Frank Geiling, Udo Bauerfeind und Sandy Schulze relativ problemlos vorrücken, aber richtig lustig wurde es für Kevin Ristenbieter erst, als er in die Box kommend, feststellen musste, dass seine komplette Boxencrew nicht anwesend war. Ergo musste Ristenbieter selbst Hand anlegen und das Rad wechseln. Welche Laune er dabei hatte, war deutlich am Umgang mit dem defekten Rad zu sehen, wenngleich auch ein Mechaniker eines anderen Teams ihm prompt zu Hilfe kam. Immerhin noch an achter Stelle liegend, kehrte er anschließend wieder, aber mit ordentlicher Wut im Bauch auf die Strecke zurück.

Quad Pro Max Feund Pos1

Bis zum Ende des Rennens blieben die Plätze an der Front des Feldes allerdings bezogen, wenn auch Stefan Schreiber noch einige Sekunden von Max Freunds Vorsprung abknapperte. Übrig blieben für Max Freund am Ende dennoch knapp fünfzehn Sekunden, die er vor Stefan Schreiber ins Ziel brachte, während  Frank Geiling durch das Missgeschick Ristenbieters den dritten Platz, vor Udo Bauerfeind und Sandy Schulze ins Ziel rettete. Kevin Riestenbieter konnte hingegen noch einmal zwei Plätze gutmachen und schlussendlich zur Schadensbegrenzung als Sechster die Ziellinie in Marisfeld überqueren.

SE Quad Pro

Den Start in der Klasse Sport A gewann zunächst David Freidinger vom RMX-Racing Team. Direkt dahinter klemmten sich Darvin Welslau (STW Quad Racing) und Gaststarter Igor Fabiani vom Team QUADSQUAD.SI. Nach der ersten Runde hatte aber zunächst Igor Fabiani die Führung übernommen, während der erst fünfzehnjährige Manfred Zienecker auf seiner RMX-KTM den zweiten Platz übernahm und David Freidinger erst mal mit Platz drei zufrieden sein musste.

Quad Sport A Igor Fabiani Pos2

Peter Eilbacher (MSC Goldbach Racingteam Quad-Shop Altenstadt) und DarvinWelslau komplettierten zwischenzeitlich die Top-Five. In der zweiten Runde ging Manfred Zienecker an Igor Fabiani vorbei und gab danach die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Im Kampf um Platz zwei entpuppte sich anschließend ein heftiger Kampf, den Igor Fabiani und David Freidinger vor ihren Widersachern Denni Maas (PRORIDER) und David Zielske (RMX Racing Team) ausfochten, während diese zuvor erfolgreich  Peter Eilbacher hinter sich lassen konnten.
Etwa dreißig Minuten dauerte es, ehe David Zielske an seinem Teamkollegen David Freidinger vorbeiziehen konnte und dieser damit endgültig den Kampf Platz um zwei mit Igor Fabiani ad Acta legen konnte. Eine weitere halbe Stunde verging, ohne dass sich nennenswerte Änderungen im Feld der Klasse Quad Sport A ergaben. Danach konnte sich Denni Maas erstmals am Österreicher David Freidinger vorbei quetschen.

Quad Sport A Mitte Manfred Zienecker Pos1

Manfred Zienecker hatte vorne mittlerweile komfortable 18 Sekunden Vorsprung auf Igor Fabiani aufgebaut und dieser wiederum 11 Sekunden gegenüber Zielske auf dem Guthabenkonto.
Gegen Ende des Rennens schlüpfte Demir Oezdem (MPS Racing Team / Quad Shop Altenstadt) kurzzeitig an Denni Maas vorbei, nachdem er schon einige Runden zuvor David Freidinger einkassiert hatte, schlussendlich gegen Denni Maas aber nicht bestehen konnte und somit am Ende hinter Zienecker, Fabiani, Zielske und Maas auf Rang fünf zum letzten Mal über die Ziellinie rollte.
Zienecker bleibt dadurch in der Meisterschaft weiterhin auf dem ersten Platz, während Maas, Zielske, Freidinger und Eilbacher schon mit deutlicherem Abstand die weiteren Tabellenplätze belegen.

SE Quad Sport A

Unter den ATV-Akteuren waren nicht wenige, die sich gewünscht hatten, dass auch in Marisfeld ähnliche Verhältnisse wie in Walldorf gewesen wären. Damit hätten sie erneut den Sportquads in dieser Klasse Paroli bieten können.

Quad Sport B Marko Jager Pos1

Unter den gegebenen Top-Bedingungen waren aber dieses Mal die nicht allrad getriebenen Vehikel im Vorteil, sofern man einmal von Marko Jager (Team moto-sport.si) absah. Was Jager in dieser Saison schon mit der wuchtigen Can Am dem Publikum zeigte, grenzte schon fast an Magie. Leider blieb das Gerät ob dieser Behandlung aber auch schon mehrmals mit Defekten abseits der Strecke stehen. Für Marisfeld gelobte Jager seinen Mechanikern Besserung und versprach das Gerät heil ins Ziel zu bringen. Mit merklich verlangsamtem Tempo vor den Sprüngen reichte es ihm dennoch, fast zweimal das gesamte Feld der Klasse Quad Sport B zu überrunden.  Bis auf den Start, den Jürgen Gröpl (Dinli Austria /Schantl Racing) für sich entschied, hatte außer Jager niemand an der Front des Feldes etwas zu melden. Ab der dritten Runde übernahm Olga Ruckova die zweite Position im Feld, nachdem sie Max Thielicke (Team Parthen) und Jürgen Gröpl hinter sich gelassen hatte.

Quad Sport B Olga Ruckova Pos2

Nach einer weiteren Runde und Platztausch von Max Thielicke und Jürgen Gröpl musste Max seine Can Am mit Problemen abseits der Strecke abstellen. Dadurch rückte Christopher Kästner (Team Parthen) auf den fünften Platz vor, während Peter Koppe (QFI Team) auf dem vierten Platz unterwegs war. Nur eine knappe Runde konnte sich Christopher Kästner dann aber den von hinten aufrückenden Piloten Matthew Maynard und Torsten Harz (twood team parthen fsh racing) erwehren, ehe er diese doch ziehen lassen musste. Später fand Torsten Harz doch noch einen Weg, um Maynard hinter sich lassen zu können. Peter Koppe konnte etwas später noch Jürgen Gröpl auf dem dritten Rang abfangen, ehe es zum letzten Mal über die Ziellinie des Marisfelder MX-Tracks ging.  
Marko Jager machte damit sein Versprechen wahr und brachte die Can Am unversehrter Dinge und mit gewaltigem Vorsprung als Erster ins Ziel. Die weiteren Plätze gingen unterdessen an Olga Ruckova, Peter Koppe, Jürgen Gröpl und Torsten Harz.

Quad Sport B Peter Koppe Pos3

In der Meisterschaft liegt damit Olga Ruckova  ganz vorne, gefolgt von Torsten Harz und Marko Jager. Die weiteren Plätze gehen derweil an Peter Koppe und Jürgen Gröpl.

SE Quad Sport B

Lauf 5: Wie schon so oft fing es auch in Marisfeld pünktlich zum Lauf der Wild Childs an,  wieder zu regnen. Dennoch konnte das Rennen über die gesamte Dauer von vierzig Minuten geführt werden, da der Regen nicht zu stark wurde.
In der Klasse W2 hatte einmal mehr Luca Pepe Menger vom ZAP Racing Team Jakobi alles fest im Griff und fuhr mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg seine gesamte Konkurrenz in Grund und Boden. Die am Start hinter Luca Pepe Menger liegenden Piloten Chris Leib und Chris Nitzschke (MX-Heaven Racing Team) kamen sich dabei aber schon gleich einmal ins Gehege und konnten einen Sturz gerade noch vermeiden.

W2 Luca Pepe Menger Pos1

Nachdem die erste Runde absolviert war, lag Chris Nitzschke hinterm Führenden Luca Pepe Menger und Marcel Hofbauer (Team Motorrad TAF / AMC Zirndorf) auf Platz drei und damit vor Stephan Westphal (Kfz-Westphal Offroad Racing / 1. AMC Zirndorf) und Noah Wenz vom MSV Lahnberge.

W2 Chris Nitzschke Pos3

Kurz danach konnte Marcel Hofbauer  seinen Konkurrenten Chris Nitzschke hinter sich lassen und Leon Dörzbacher /MSC Walldorf / Astoria) schnappte sich den fünften Platz von Noah Wenz, was dieser aber zwei Runden später wieder zu seinen Gunsten umdrehte. Wenig später schaffte Noah Wenz auch noch,  am bis dahin vierten Stephan Westphal vorbei zu schlüpfen.
Erst nach etwas mehr als dreißig Minuten konnte Florian Doms (Bräuer Motorradsport) erstmals in die Phalanx der besten fünf Piloten eindringen, nachdem er Stephan Westphal von diesem Platz verdrängt hatte. Leon Dörzbacher war nach Problemen zwischenzeitlich bis auf neunzehnten Platz zurück gefallen. Auch auf den weiteren Plätzen im Mittelfeld wurde nach wie vor um jeden Platz verbissen gekämpft, während vorne unter den ersten vier Plätzen alles in fester Hand blieb.

W2 Marcel Hofbauer Pos2

Ohne dass sich an der Reihenfolge der ersten Fünf noch einmal eine Änderung ergeben hätte, ging es wenige Minuten später das letzte Mal über den Zielstrich. Luca Pepe Menger siegte also klar und deutlich vor Marcel Hofbauer, Chris Nitzschke und Noah Wenz. Der fünfte Platz verblieb schlussendlich bei Florian Doms, während auf den folgenden Plätzen Marek Schmidt, Stephan Westphal, Andreas Kleber (MV Warching, Team KTM Müller, IGBCE), Maximilian Weber (MSC-Schefflenz / Körber Offroad Racing) und Lukas Gurr vom ZAP Racing Team Jakobi ins Ziel kamen.
Meisterschaftstechnisch liegt Luca Pepe Menger mit Maximalpunktzahl vor Chris Nitzschke, Noah Wenz, Lukas Gurr und Florian Doms.

SE W2

In der kleinen W1 Klasse setzen sich zunächst einmal Yannick Eberle (MX Attack) und Tizian Mey (MSC Walldorf/Werra, MeY Team) eindrucksvoll in Szene, indem sie sich auf den ersten Metern gleich mal etwas vom restlichen Feld absetzten.

W1 Leandro gabreiel Hagen Pos3

Bis zum Ende der ersten Runde hatte sich dies allerdings schon wieder relativiert, da Leandro gabriel Hagen (MSC Schwabhausen / ZAP Racing Team Jakobi) diese als Erster vor Paul-Erik Hustler (Team Engel / Enduroteam-Hettstedt) und Maximilian Langbein  (ZAP Racing Team) abschloss. Tizian Mey und Yannik Eberle lagen dagegen nur noch auf den Plätzen vier und fünf.
Ab der zweiten Runde konnte kurzzeitig  Adrian Knoblich (MSC Arnstein / Team Parthen) auf den fünften Platz vorrücken, fiel aber etwas später wieder bis an die siebte Position zurück. 

W1 Paul-Erik Hustler Pos2

Yannik Eberle musste ebenfalls nach zwei weiteren Runden Jorden Bachmann (MSC Bad Wurzach, Team Hiemer) den Vortritt überlassen und sich anschließend erst mal mit Platz sechs arrangieren, bevor er sich im weiteren Fortgang des Rennens seinen fünften Platz zurück eroberte.
Nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens verlor Tizian Mey bei einem kleinen Missgeschick etwas Boden und musste sich dementsprechend hinter Jorden Bachmann und Yannick Eberle auf dem sechsten Platz einreihen. Vorne blieb mit Paul-Erik Hustler, Maximilian Langbein und Leandro gabriel Hagen die Reihenfolge unverändert.

W1 Maximilian Langbein Pos1

Zehn Minuten vor Schluss kämpfte sich Tizian Mey erneut an Jorden Bachmann vorbei, und wenige Kurven weiter übernahm erstmals Maximilian Langbein die Führung von Paul-Erik Hustler. Ohne weitere Veränderungen ging es so bis in die letzte Runde, ehe Tizian Mey sozusagen auf der Zielgeraden noch an Yannick Eberle vorbei huschte und damit Platz vier ins Ziel rettete. Vorne machte Maximilian Langbein das Rennen vor Paul-Erik Hustler und Leandro gabriel Hagen, während der fünfte Platz noch an Yannick Eberle ging.
Bezüglich der Meisterschaft hat somit derzeit Maximilian Langbein noch die besten Karten vor Paul-Erik Hustler, Tizian Mey und Leandro gabriel Hagen. Den fünften Platz im Gesamtklassement hält damit zurzeit noch Yannick Eberle fest in Händen.

SE W1

Lauf 6: Zu Beginn des vorletzten Rennens an diesem Tages waren die Bedingungen noch äußerst passabel, so dass die Dauer des Rennens auf ungekürzte 120 Minuten veranschlagt wurde. Trotz des Umstandes, dass es zum späteren Zeitpunkt wieder zu regnen begann, konnte das Rennen dennoch in voller Länge vonstatten gehen. In der zuerst startenden Klasse Sport B brannte der junge Billrodaer Tim Apolle ein derartiges Feuerwerk ab, dass kein anderer Pilot auch nur annähernd in der Lage war, dem Tempo des 125er Husaberg-Zweitaktpiloten  zu folgen. Vom Start weg bis ins Ziel gehörte die Führung einzig und allein dem jungen Vorzeige-Talent.

Sport B Tim Apolle Pos1

Während sich am Start Manuel Beyhl (Team Bieberbach) und Ronny Züllich (ZAP Racing Team Jacobi) hinter Tim Apolle einreihen konnten, war bis zum Ende der ersten Runde Christian Müller vom Team Stopfel auf den zweiten Platz vorgerückt und Dominik Rüger (MC Ruhla) besetzte Platz vier hinter Ronny Züllich. Enrico Urbich (ZAP Racing Team Jacobi) beendete als Fünfter den ersten Turn um den Marisfelder Kurs. Wenige Ecken weiter fiel Ronny Züllich erst mal bis auf den zehnten Platz im Feld zurück, Manuel Beyhl war der lachende Dritte im Bunde, und rückte ohne weiteres Zutun auf den fünften Platz, hinter Enrico Urbich, nach vorne. Dort blieb er allerdings nur eine Runde lang, ehe er sich auf den dritten Platz nach vorne arbeitete, vorbei an Dominik Rüger und Enrico Urbich.
Es dauerte jedoch abermals nicht lange und Manuel Beyhl fand sich erneut wieder auf dem fünften Platz. Diesmal war allerdings Enrico Urbich auf Platz drei statt wie Dominik Rüger noch eine Runde zuvor.

Sport B Enrico Urbich Pos3

Diese Formation an der Front hielt dann bis zu den anstehenden Boxenstopps gegen Mitte des Rennens, bei dem Manuel Beyhl im Anschluss Platz vier vor Sebastian Schneider (ZAP Racing Team Jacobi / MC Neustadt) übernahm und Dominik Rüger nur noch Rang sieben besetzt halten konnte.
Knappe zwei Runden später musste Manuel Beyhl seine Konkurrenten Sebastian Schneider und Dominik Röhrig (Team Bieberbach) passieren lassen, konnte sich aber noch vor Dominik Rüger auf Position sechs etablieren.

Sport B Christian Stopfel Pos2

Nachdem Dominik Röhrig bis auf Platz zwanzig zurückgefallen war, übernahmen Sebastian Schneider und Manuel Beyhl wieder die Plätze vier und fünf. Unverändert lautete dann auch die Reihenfolge nach Ablauf der offiziellen Rennzeit. Tim Apolle gewann überragend mit fast 1 ½ Minuten Vorsprung vor Christian Müller und Enrico Urbich. Die Plätze vier und fünf gingen ohne Änderungen an Sebastian Schneider und Manuel Beyhl.  
Der Stand in der Meisterschaft lautet ergo Tim Apolle, Enrico Urbich, Manuel Beyhl, Christian Müller und Ronny Züllich.

SE Sport B

Bei den XC Pre Seniors hatte Falko Liebaug (MSV Fambach / Motorrad Bauerschmidt) als Erster die Räder auf dem offiziellen Teil der Marisfelder MX-Strecke. Mit etwas Abstand folgte Daniel Peukert (MZH-24.de), hatte aber gleichzeitig schon Andreas Sander (MC-Augsburg – Enduropark) und Frank Mey (MSC Walldorf/Werra, MeY Team) im Nacken.

Pre Sen Patrick Heß Pos1

Zum Ende des ersten Turns hatte sich Frank Mey vor den Rest des Feldes gesetzt, mit rund 1,8 Sekunden aber nur ein kleines Zeitploster auf den Zweiten Willy Snoeks und dieser wiederum nur knappe vier Sekunden auf den derzeitigen Favoriten dieser Klasse, Patrick Heß vom ADAC-Pfalz e.V. im  MC Hassloch. Daniel Peukert verteidigte unterdessen erfolgreich den vierten Platz vor Raik Messner (ZAP Racing Team Jacobi).

Pre Sen Gunnar Junge Pos2

Noch in der zweiten Runde übernahm nicht unerwartet Patrick Heß die Führung unter den Pre Seniors und Daniel Peukert kämpfte sich in dessen Schlepptau auf den zweiten Platz zurück, gefolgt vom jetzt Dritten Frank Mey. Dirk Staudenecker (MH-Motorräder / MC Windsberg) und Gunnar Junge ließen zwischenzeitlich Willy Snoeks hinter sich und waren damit Vierter und Fünfter. Etwa fünfzehn Minuten später passierte Gunnar Junge Frank Mey und war von nun an Dritter, während Willy Snoeks wieder auf den fünften Platz kam, da Dirk Staudenecker auf Position sieben zurück gerutscht war. Allerdings brauchte dieser nicht lange, um sich wieder auf seinen vorherigen Fünften Platz zurück zu arbeiten. Kurz vor den anstehenden Boxenstopps gelang es Gunnar Junge noch, Position zwei im Feld der Pre Seniors einzunehmen und auch Dirk Staudenecker kam noch an Frank Mey vorbei. Nach den Boxenstopps war die Reihenfolge unter den ersten fünf zunächst unverändert geblieben, während dahinter munter die einzelnen Plätze gewechselt wurden.

Pre Sen Ronald Gawrisch Pos3

Kurze Zeit später düste Ronald Gawrisch (ZAP Racing Team Jacobi / MV Zella Mehlis) mit Platz drei erstmals unter die ersten Fünf, da Daniel Peukert erneut auf den siebten und Willy Snoeks sogar auf den achten Rang zurück fiel. Peukert kam danach zwar wieder etwas nach vorne, fiel dann aber erneut im Feld zurück. Zwischenzeitlich hatte sich Dirk Staudenecker auf Platz drei vorgearbeitet und auch Andreas Sander lag nun vor Frank Mey auf dem vierten Platz. An der Spitze drehten nach wie vor Patrick Heß und Gunnar Junge ungestört ihre Runden.
Und wieder dauerte es im Anschluss nur eine Runde, ehe Ronald Gawrisch  auf den dritten Platz vorstieß, gefolgt von Staudenecker und Mirko Bartosch (MSC Rudolstadt / FSH Racing / Pfeil Kawasaki). Noch bevor es letztmalig über die Ziellinie ging, musste Dirk Staudenecker Mirko Bartosch und Daniel Peukert ziehen lassen, so dass im Ziel die Reihenfolge Patrick Heß vor Gunnar Junge, Roland Gawrisch, Mirko Bartosch und Daniel Peukert lautete.
In der Meisterschaft führt damit weiter mit Punktemaximum Patrick Heß vor Gunnar Junge, Mirko Bartosch, Daniel Peukert und Ronald Gawrisch.

SE Pre Senior

Lauf 7: Beim letzten Rennen des Tages bahnte sich mehr als deutlich an, dass dieser Durchgang die nasseste Angelegenheit des Wochenendes werden sollte, da es schon vorm Start weg, wieder angefangen hatte vernehmlich zu regnen. Auch der Blick zum Himmel verhieß  nichts Gutes. Da das Feld dieses Laufes jedoch ausschließlich aus hoch begabten Offroadsprofis bestand, sollten erwartungsgemäß wenige Probleme auf der Strecke auftreten.

Pro Mike Hartmann Pos4

Den Start bei den Pro´s erledigte Mike Hartmann vom Husaberg XCC Team am besten, allerdings dicht gefolgt vom Klassen-Aufsteiger Kevin Zdon (Kawasaki Elf Team Pfeil), Bert Meyer (KTM Feist Rochlitz) und Hans Vogels, ebenfalls fürs Husaberg XCC Team fahrend.
Am Ende der ersten Runde hatte nach wie vor Mike Hartmann die Führung, an die zweite Position war aber schon der Tscheche Josef Kulhavy (ZUPIN Moto-Sport) gerückt,  der bisher alle GCC-Rennen der Saison bei den Pro´s gewonnen hatte.
Kevin Zdon auf dem dritten Platz konnte unterdessen noch Hans Vogels und Dennis Schröter (Team Zupin Husqvarna) etwas auf Distanz halten.  Das Ende der zweiten Runde sah Dennis Schröter allerdings schon nicht mehr, da seine Maschine vorzeitig und unerwartet den Geist aufgab. Dies brachte Daniel Weiß, seinem Teamkollegen kampflos den vorerst fünften Platz ein.
Nach der zweiten Runde war Josef Kulhavy an Mike Hartmann dran und eine Runde später auch schon vorbei, während der Regen permanent an Intensität zulegte.

Pro Kevin Zdon Pos3

Wenig später ging Daniel Weiß am Holländer Hans Vogels vorbei auf Rang vier, bevor Mike Hartmann vorne erneut Josef Kulhavy passieren konnte. Mehr als einige Kilometer konnte Mike Hartmann aber nicht gegen Josef Kulhavy bestehen und musste dementsprechend wieder mit Platz zwei Vorlieb nehmen. Nach knapp der Hälfte des Rennens musste Mike Hartmann aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse nach massivsten Regenfällen unfreiwillig zu Boden, holte sich dabei eine nahezu undurchsichtige Brille und schlammverschmierte Handschuhe, die zu einem unvermeidbaren Boxenstopp avisierten.

Pro Christian Weiß Pos2

Durch diesen Zwangsaufenthalt konnten Christian Weiß und Kevin Zdon auf die Plätze zwei und drei vorfahren, während sich Mike Hartmann auf dem vierten Platz wieder einreihen musste. Von da an fand Mike Hartmann einfach keinen Rhythmus mehr um noch einmal den Kampf nach vorne aufnehmen zu können.
Bis zum Ende des Rennens, bei dem durch sintflutartige Regenfälle regelrechte Seen und Bäche die Strecke überfluteten, konnte lediglich noch Bert Meyer an Hans Vogels vorbei ziehen, während alle anderen Positionen in besagter Reihenfolge verblieben. Mike Hartmann war am Ende so durchgefroren und am Ende seiner Kräfte, dass er sich erst einmal im Wohnmobil aufwärmen musste, ehe er überhaupt in der Lage war, an etwas anderes zu denken.

Pro Josef Kulhavy Pos1

Josef Kulhavy gewann damit ein weiteres Rennen in Folge, Zweiter wurde Christian Weiß vor Kevin Zdon, Mike Hartmann und Bert Meyer.
In der Meisterschaft liegt damit Josef Kulhavy weiterhin unangefochten auf Platz eins, Mike Hartmann auf zwei, gefolgt von Christian Weiß, Kevin Zdon und Bert Meyer.

SE Pro

Bei den Experts wurde nach zwei Siegen in Folge Philipp Storz´s (MSC Walldorf /Team Parthen) Aktien am höchsten gehandelt, wenngleich er sich am Start aber erst einmal hinter Marc Töppel (Kawasaki Elf Team Pfeil / Stanke Racing), Marcel Butzin (Team Parthen) und Alexander Heu (TM Racing Gindert Race n´ Fun) einordnen musste.

Expert Philipp Storz Pos1

Zu allem Übel fiel er in der ersten Runde seiner entsetzten Mama fast vor die Nase. Nachdem er sich jedoch schnell wieder aufgerappelt hatte, wurde auch Frau Mama wieder deutlich ruhiger. Vorne lagen nach der ersten Runde somit erst einmal Alexander Heu, Marcel Butzin, Marc Töppel  und Arne Mösch (KTM Team Parthen / MSC Rudoldtadt). Stefan Hau (Team Mäser Racing) trennte zu diesem Zeitpunkt Philipp Storz noch vom letzten der Top-Five Ränge.  
Nach knapp zwanzig Minuten erschien Philipp Storz dann allerdings schon an gewohnter Position, nämlich vor dem Rest des Feldes unter den Experts. Alexander Heu, Marcel Butzin, mitsamt Marc Töppel und Stefan Hau blieben derweil weiterhin auf den Plätzen zwei bis fünf.

Expert Jonas Böttcher Pos2 01

Zunehmend besser kam Jonas Böttcher (MX Speed Team Schön) mit der ihm völlig unbekannten Strecke zurecht und war nach der fünften Runde auf dem vierten Platz vor Markus Röhrig (MPS Racing Team) unterwegs, nachdem Marcel Butzin auf Rang sieben zurück gefallen war. Innerhalb der nächsten zwanzig Minuten machte Markus Röhrig richtig Boden gut und setzte sich damit an die dritte Stelle hinter Philipp Storz und Alexander Heu. Noch vor den Boxenstopps verdrängte Daniel Weiß (bsn – Racing Team / Motorrad TAF) den vor ihm fahrenden Jonas Böttcher vom fünften Platz. Bei den Boxenstopps schaffte es Stefan Hau an Jonas Böttcher und Daniel Weiß vorbei zu zieen, was ihm vorerst Platz vier einbrachte und Arne Mösch lies bei der Gelegenheit ebenfalls schnell noch Jonas Böttcher hinter sich.

Expert Arne Mösch Pos3

Erst gegen Ende des Rennens konnte Jonas Böttcher noch einmal angreifen, da er bis zu diesem Zeitpunkt gut mit seinen Kraftreserven gehaushaltet hatte. Arne Mösch fiel als erster dem virtuos aufgeigenden Jonas Böttcher zum Opfer, ehe er im Schlepptau von Mösch den vor ihm fahrenden Marc Töppel passierte und dieser im selben Atemzug auch Arne Mösch passieren lassen musste.
Noch in der letzten Runde fand Arne Mösch schließlich eine erneute Gelegenheit, am jungen Böttcher vorbei zu gehen. Dieser ließ dieses Manöver allerdings nicht straflos über sich ergehen, konterte und fuhr hinter Philipp Storz als Zweiter zum letzten Mal über die Linie, bevor Arne Mösch noch einmal reagieren konnte und damit Dritter wurde. Der vierte Platz ging unterdessen an Marc Töppel, gefolgt von Alexander Heu und Markus Röhrig.
Beim Stand der Meisterschaft spielt damit weiterhin Philipp Storz die erste Geige vor Markus Röhrig, Arne Mösch und Jonas Böttcher, während der fünfte Rang noch von Gerd Pfefferkorn gehalten wird.

SE Expert

Die letzten, die an diesem Tag die Marisfelder Strecke unter ihre Stollen nahmen, waren die Aspiranten der Klasse XC Sport A. Richtig schnelle Jungs, die leider im Getümmel der Pro´s und Experts im Understatement verschwinden, aber richtig ackern, um diesem Level gerecht zu werden.

Sport A Oliver Wolfgang Pos1 01

Mit dem höchsten Anspruch ging schon am Start Oliver Wolfgang (MSC Triptis / Kawasaki Pfeil / Cross Team Böde) ins Rennen, indem er sich am Start gleich mal vor den Rest des Feldes setzte. Einige Meter dahinter folgten Mike Langguth (Team Parthen / MC Veilsdorf), Yannik Mosch (Team motocross-shop.de) und Kevin Romschinski vom MSC Freier Grund Husaberg Wills.
Nachdem der Kurs das erste Mal umrundet war, hatte Oliver Wolfgang weiterhin die Führung im Feld vor Mike Langguth, an die dritte Stelle war aber Björn Pape  (TM Racing Gindert Race n Fun) gerückt, nachdem er sich erfolgreich an Kevin Romschinski vorbei gepresst hatte. Marcel Kößel (MSV Fambach / Team Bauerschmidt) übernahm zwischenzeitlich den fünften Platz  vor Yannik Mosch, machte wenig später mit dem Überholen weiter und ließ Kevin Romschinski ebenfalls hinter sich.

Sport A Marcel Kößel Pos2

Nach der dritten Runde lag er schließlich auf Platz zwei hinter Oliver Wolfgang. Nur einige Minuten später gingen Marcus Staudacker (MSV Bühlertann e. V.) und Jens Schreiber (TM-Racing Germany) am bis dahin Dritten Mike Langguth vorbei. Als Jens Schreiber bis auf den neunten Rang zurück fiel, war der Weg für Mike Langguth und Kai Markert (Yamaha Team Kolb / AMC Bad Windsheim / kabelbude.eu) frei, um wieder auf die Plätze vier und fünf nach vorn zu rutschen.
Eine Runde später gewannen die beiden je einen weiteren Platz nach vorne, weil Marcus Staudacker plötzlich nach hinten verschwand. Max Beste (Team Beste / MSC Sandhausen) erbte dadurch unspektakulär Platz fünf unter den Sport A Piloten, musste aber wie seine Kollegen im nächsten Moment einige Plätze nach hinten wandern, was diesmal Tim Schmidt (Team Bieberbach / Auto Turko) den fünften Platz bescherte.
Nach den obligatorischen Boxenstopps fiel der fünfte Rang dann nach mehrfachem Wechsel innerhalb weniger Minuten erstmals an Walther Schneider. Vorne machte weiterhin Oliver Wolfgang das Rennen vor Marcel Kößel, Kai Markert und Mike Langguth.

Sport A Mike Langguth Pos3

Und erneut ging’s weiter im Wechselspiel um den fünften Platz, den nach knapp neunzig Minuten erstmals Jürgen Bachmann (Team Hiemer / MSC Bad Wurzach) übernahm, ehe kurz vor Schluss Jens Schreiber wieder Anrechte darauf anmeldete. Bis zum Ende des Rennens änderte sich dann allerdings nichts mehr an der bestehenden Reihenfolge. Oliver Wolfgang siegte mit einem klaren Start-Ziel-Sieg vor  Marcel Kößel und Mike Langguth. Kai Markert brachte am Ende erfolgreich den vierten Platz vor Jens Schreiber ins Ziel, bevor Tim Schmidt dahinter das letzte Mal den Zielstrich überquerte.
Die Meisterschaft führt damit Oliver Wolfgang vor Kevin Romschinski, Robert Scharf und Jens Schreiber an, während Kai Markert auf Position fünf weilt.

SE Sport A

Geschrieben von Rudolf Schuler
Baboons-Press

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