Goldbach galt schon von je her als Highlight im GCC-Kalender. Meistens sorgten jedoch die Wetterverhältnisse für eher sehr anspruchsvolle, als einfache Streckenverhältnisse. Nicht so aber an diesem Sonntag, an dem die German Cross Country Challenge auf der Strecke am Dormes Station machte. Geradezu als Kaiserwetter zu bezeichnendes Klima bescherte auch den Piloten der Vierradszene Bedingungen, wie sie in dieser Saison noch nicht zu beobachten waren, oder einfach ausgedrückt Werks- bzw. WM-Bodenverhältnisse auf der Strecke, kaum Wolken am Himmel, dafür aber strahlende Sonne und angenehme Temperaturen mit einem lauen Lüftchen rund um Goldbach. So, wie es ruhig öfters bzw. immer sein könnte. Die Regenfälle der vergangenen Tage sorgten zusätzlich dafür, dass auch Staub, zumindest am Anfang des Tages kein Thema war. Unter diesen Idealbedingungen gingen also die Piloten der XC Quad Pro Klasse als erste auf die vom MSC Goldbach tags zuvor und speziell für die Quads optimal vorbereitete Strecke.

Lauf 4: Den Holeshot sicherte sich zunächst Kevin Ristenbieter, allerdings direkt gefolgt von Stefan Schreiber und Max Freund, die Rad an Rad liegend in die erste Kurve bogen. Sandy Schulze konnte sich unterdessen auf dem dritten Platz hinter dem schnellen Trio einsortieren.

Nachdem die Spitzengruppe aus der ersten Runde zurück kam, lag Stefan Schreiber nur noch auf Rang fünf und musste wohl unterwegs ein Problem gehabt haben. Max Freund hatte sich zwischenzeitlich die Führung von Kevin Ristenbieter geschnappt und zehn Sekunden Vorsprung nach der ersten Runde auf seinem Konto verbucht. Frank Geiling kam als Dritter zum ersten Mal durch die Zählstelle, hatte aber Sandy Schulze immer noch relativ nahe hinter sich im Schlepptau.
Ab der zweiten Runde schraubte Stefan Schreiber derart heftig am Gasgriff seiner KTM, dass seinen Gegnern fast die Luft im Halse stecken blieb. Bis zu sieben Sekunden machte er dadurch auf den weiteren Runden auf Max Freund an der Spitze gut, welcher wiederum ab der dritten Runde die Führung an Kevin Ristenbieter abgeben musste.

Frank Geiling auf Rang vier konnte dem Speed des Führungstrios nicht weiter folgen und musste demzufolge den Kontakt zur Spitze abreißen lassen. Fünf Runden dauerte es dann insgesamt, bis Schreiber am Führenden Ristenbieter vorbei gezogen war und mitnichten Kevin Ristenbieter etwas Einsicht in seine Fahrkünste ermöglichte. Dies währte aber lediglich zwei Runden, da sich Kevin Ristenbieter anschließend bei einem Sprung mit einem Überrundeten verhakte und unfreiwillig von der Maschine katapultiert wurde. Im Prinzip aber nur ein harmloser Patzer gewesen wäre, wenn sich Ristenbieters KTM nicht ausgerechnet eine wild wuchernde Dornenhecke als Parkplatz ausgesucht hätte. Nur mit vereinten Kräften und der Hilfe seines Bruders Daniel konnte die KTM schließlich wieder auf die Strecke verfrachtet werden, wobei letzten Endes aber insgesamt vier Runden auf der Strecke blieben, die die Konkurrenz zwischenzeitlich abgespult hatte. Obwohl Kevin Ristenbieter danach eine schnelle Runde nach der anderen auf die Strecke zauberte, konnte er den entstandenen Rückstand auf die Führung nicht wieder gut machen. Kontrolliert spulte Stefan Schreiber in Führung liegend, seine Runden ab, ehe er nach Ablauf der neunzig minütigen Rennzeit als Sieger abgewunken wurde. Zweiter wurde ein eher weniger zufriedener Max Freund, während Frank Geiling den Erfolg seines dritten Ranges sichtlich genoss.

Den vierten Platz fuhr ein überglücklicher Andre Sitzler nach Hause, da an Sandy Schulzes Kawasaki auf dem fünften Platz die Leistung merklich nach zu lassen began und Sandy nur mehr so schnell fuhr, dass er möglichst sicher noch das in greifbarer Nähe liegende Ziel erreichte. Dass es letzten Endes dann doch noch zum fünften Rang reichte, war zwar nicht gerade ein Highlight für Sandy Schulze, aber immer noch klare Schadensbegrenzung.

In der Meisterschaft liegt somit noch immer Max Freund vorne (107 Punkte), gefolgt von Stefan Schreiber (100 Punkte) und Kevin Ristenbieter (84 Punkte). Da Schreiber und Ristenbieter in der DM ebenfalls noch auf aussichtsreichen Plätzen liegen und deren Augenmerk mehr in diese Richtung tendiert, dürfte Max Freund wohl eher in Richtung Titelverteidigung GCC blicken und somit eine erste kleine Vorentscheidung gtroffen sein. Für Andre Sitzler (73 Punkte) und Frank Geiling (64 Punkte) hingegen ist oberstes Gebot, soweit wie möglich in der Quad Pro Meisterschaft nach vorne zu fahren.
Klare Verhältnisse schien es dagegen bei der Klasse XC Sport A zu geben. Waren doch auch in Goldbach die üblichen Verdächtigen Start bestimmend. David Freidinger bog dabei als Erster auf die eigentliche Strecke ein, hatte aber den Führenden der Meisterschaft in dieser Klasse, Manfred Zienecker direkt im Nacken. Noch in der ersten Runde ging der erst fünfzehnjährige, sympathische Lockenkopf am Österreicher Freidinger vorbei und baute auch sogleich seine Führung weiter aus. Denni Maas reihte sich unterdessen erst einmal auf Rang drei des Feldes ein, während Dominik Seibold und Steffen Strinz die Plätze vier und fünf besetzten.

Lange Freude hatte Steffen Strinz allerdings nicht an seinem fünften Platz, da ihm Patrick Seitz nur knappe zwei Runden später diesen Platz erst einmal streitig machte. Ronald Hackebeil wiederum fackelte nicht lange und schnappte sich in der folgenden Runde Patrick Seitz´s erst zuvor errungenen fünften Platz. Dieser ließ diesen Umstand jedoch nicht auf sich sitzen und kehrte die Angelegenheit just wieder ins Gegenteil um. Vorne drehten unterdessen in stoischer Ruhe die Piloten Zienecker, Freidinger und Maas ungefährdet ihre Runden. Dominik Seibold besetzte ebenfalls nach wie vor den vierten Platz.

Knapp dreißig Minuten bevor das Rennen zu Ende ging, startete Ronald Hackebeil erneut eine erfolgreiche Attacke gegen seinen Vordermann Patrick Seitz und dessen fünften Rang. Zu allem Übel musste Patrick Seitz kurz vor Schluss auch noch dem Lokalmatadoren Peter Eilbacher Tribut zollen und einen weiteren Platz nach hinten rücken.

Analog zum Zieleinlauf in Goldbach verhält sich auch der aktuelle Meisterschaftstand in dieser Klasse. Der junge Nachwuchspilot Manfred Zienecker führt noch immer mit deutlichem Vorsprung (112 Punkte) vor David Freidinger (82 Punkte) und Denni Maas (80 Punkte) die Tabelle an.
Die Plätze vier und fünf in der Meisterschaft belegen aktuell noch Peter Eilbacher (73 Punkte) und Demir Oezdem (70Punkte). Hier liegt unter Berücksichtigung des noch nicht einberechneten Streichergebnisses die eine oder andere Verschiebung durchaus noch im Rahmen des Machbaren.
Bei der zuletzt auf die Strecke gehenden Quad Sport B Klasse starteten unter anderem die etwas unerfahreneren Piloten auf den Sportquads wie auch die erfahrenen Treiber der massigen ATV´s in einer Klasse.

Marko Jager (Slowenien) und Jürgen Gröpl (Österreich), beide auf ATV´s unterwegs, preschten beim Start als Erste los und lagen in der ersten Kurve Rad an Rad vorm Rest des Feldes, wobei Marko Jager nach der Kurve die weitere Führungsarbeit vor Jürgen Gröpl übernahm und bis ins Ziel auch nicht mehr abgab.

Ja, er rollte sogar sehr zur Unfreude seiner Kontrahenten das Feld geradezu von hinten auf. Lediglich die ersten drei Piloten im Feld, genauer gesagt Nico Richter, Max Thielicke und Silvio Kernchen entgingen dabei einer Überrundung Jagers. Gaststarter Nico Richter folgte ebenfalls dem legendären Ruf Goldbachs und war nach dem Rennen, das er als Zweiter beendet hatte, sichtlich angetan, denn so viel Spaß hatte ihm das Rennen und das ganze Flair Goldbachs bereitet. Und das, obwohl sein Rennen eher sehr bescheiden begann, da er sich gleich zu Anfang mit einem Sportquad angelegt hatte und dabei wertvolle Zeit verloren hatte. Den Vorsprung Jagers konnte er unter diesen Bedingungen erwartungsgemäß nicht mehr aufmischen. Der dritte Platz ging schlussendlich an den ebenfalls auf einer Can Am fahrenden Max Thielicke, der aber im Gegensatz zu Jager und Richter ein Sportquad aus dem Hause Bombardier pilotierte und so insgesamt für ein rein von Can Am Fahrern vertretenes Podium in Goldbach sorgte. Die Plätze vier und fünf sicherten sich hingegen Silvio Kernchen und Maik Grosser.

Die bis Goldbach die Meisterschaft in dieser Klasse anführende Tschechin Olga Ruckova war wegen Terminüberschneidungen erst gar nicht zum Rennen angetreten und musste deshalb die Führung nach dem Rennen in Goldbach an Marko Jager abtreten, der jetzt mit 93 Punkten ganz vorne in der Tabelle rangiert. Zweiter ist aktuell Torsten Harz mit 87 Punkten, aber immer noch dicht gefolgt von Max Thielicke mit 82 Punkten auf dem dritten Platz. Olga Ruckova hält mit 77 Punkten noch Rang vier vor Jürgen Gröpl auf dem fünften Platz, der immerhin auch noch 74 Zähler auf seinem Konto hat. Mit Einberechnung des Streichergebnisses aber einige Punkte vergessen muss, während Olga Ruckova mit Goldbach schon einen Nuller in der Tabelle stehen hat und damit vorerst keine weiteren Punkte verliert.
Lauf 5: In der Wild Child Klasse W2 machte Luca Pepe Menger auch in Goldbach von vorn herein klar, wer in diesem Rennen das Sagen hatte. Ein weiteres Novum in Goldbach war, dass die Wild Childs aufgrund der hohen Starterzahl von 33 Fahrern erstmals den nahezu kompletten Kurs befahren durften. Mit einem jederzeit ungefährdeten Start-Ziel Sieg unterstrich Luca Pepe Menger erneut seine Qualitäten in Sachen MX-Rennsport.

Hinter Luca Pepe Menger kämpften am Start gleich drei Piloten nebeneinander um den zweiten Platz im Feld, den Chris Nitzschke nach der ersten Runde erst einmal für sich entscheiden konnte. Auf dem dritten Platz befand sich Marcel Hofbauer, gefolgt von Leon Dörzbacher und Lukas Gurr. Kurz danach fiel Marcel Hofbauer aber zunächst einmal auf den siebten Platz zurück, während sich Noah Wenz an Leon Dörzbacher und Lukas Gurr vorbeigeschoben hatte und nun den dritten Platz Hofbauers übernahm.

Eine Runde später musste Lukas Gurr seine beiden Widersacher Tim-Christoph Schmitdke und Marek Schmidt passieren lassen, womit er sich nur noch auf Rang sieben im Feld der Wild Child Klasse W2 befand. Vorne hatte Luca Pepe Menger bereits einen Vorsprung von ca. einer Minute auf Chris Nitzschke heraus gefahren. Noah Wenz folgte mit weiteren dreiundzwanzig Sekunden Abstand auf Rang drei. Leon Dörzbacher pilotierte seine KTM weiterhin auf dem vierten Rang liegend.
Im weiteren Verlauf konnte Marek Schmidt kurzzeitig an Tim-Christoph Schmitdke vorbei schlüpfen, musste aber alsbald wieder hinter seinen Kollegen zurück weichen, bevor die beiden Piloten den vor ihnen liegenden Leon Dörzbacher in einem Atemzug hinter sich lassen konnten.

Kurz vor Ende des Rennens griff Marc Seitz noch einmal beherzt an den Gasgriff seiner 85er Kawasaki und zog an Leon Dörzbacher und Marek Schmidt vorbei, was Rang fünf des W2-Feldes bedeutete. Damit hatte er aber noch nicht genug und verwies einige Ecken weiter Tim-Christoph Schmitdke noch von dessen viertem Platz. Marek Schmidt verlor hingegen in der letzten Runde noch drei Plätze und kam nur an achter Stelle ins Ziel. Vorne blieb unterdessen alles beim Alten, Luca Pepe Menger gewann vor Chris Nitzschke, Noah Wenz und Marc Seitz. Die weiteren Plätze belegten schlussendlich Tim-Christoph Schmitdke, Leon Dörzbacher, Dries Peetemons, Marek Schmidt und Andreas Kleber. Der letzte Platz der Top-Ten ging schließlich noch an Lukas Gurr.

Meisterschaftstechnisch liegt Luca Pepe Menger (120 P.) mit Maximalpunktzahl klar auf Titelkurs, gefolgt von Chris Nitzschke (86 P.), Noah Wenz (8 P.) und Lukas Gurr mit aktuell 73 Punkten. Fünfter ist nach Goldbach Florian Doms mit 64 Zählern auf dem Konto.
In der kleinen Klasse W1 auf den 65er Zweitaktmaschinchen glänzte zunächst Yannick Eberle mit dem besten Start vor Tobias Holz und Leandro gabriel Hagen, der am Ende der ersten Runde die Führung vor Tizian Mey und Tobias Holz übernommen hatte. Yannick Eberle lag dagegen nur noch auf Rang fünf hinter dem einzigen Mädchen in dieser Klasse, Lisa Michels.

Nach Beendigung der zweiten Runde hatte Tizian Mey die Führung übernommen, auf dem zweiten Platz aber schon die junge Dame Lisa Michels unterwegs. Leandro gabriel Hagen konnte noch den dritten Platz für sich beanspruchen, während Yannick Eberle noch knapp vor Paul-Erik Huster den vierten Rang verteidigte. Paul-Erik Huster ließ sich jedoch nicht lange bitten und zog innerhalb weniger Meter am etwas langsameren Konkurrenten Yannick Eberle vorbei.

In der vierten Runde fiel Lisa Michels etwas zurück, blieb aber immer noch auf dem vierten Platz im Rennen. Vorne bestimmte nach wie vor Tizian Mey das Tempo und baute seinen Vorsprung auf Leandro gabriel Hagen auf dem zweiten Platz schon einmal auf komfortable zwanzig Sekunden aus. Dritter im Bunde war schließlich Paul-Erik Huster und damit noch vor Lisa Michels unterwegs.

Kurz vor Ende des Rennens musste Lisa Michels dann einen weiteren Platz an Yannick Eberle abtreten und wurde am Ende immerhin noch Fünfter hinter Tizian Mey, Paul-Erik Huster, Leandro gabriel Hagen und Yannick Eberle.

Die Meisterschaft führt damit aktuell Tizian Mey (102 P.) an, gefolgt von Paul-Erik Huster (100 P.), Maximilian Langbein (99 P.) und Leandro gabriel Hagen mit 85 Punkten auf dem vierten Platz. Yannick Eberle schließt unterdessen die Top-Five mit derzeit 76 Zählern auf dem Konto.
Lauf 6: Im vorletzten Rennen des Tages in Goldbach waren die XC Pre Seniors und die Klasse XC Sport B zu ihrem Showdown an den Startlinien erschienen.

Nachdem Andreas Machleb bei den XC Pre Seniors den Start noch für sich entscheiden konnte, musste er im Verlauf der ersten Runde aber einige seiner Kollegen unfreiwillig passieren lassen. Mirko Bartosch war schließlich der Erste, der wieder an der Zählstelle eintraf. Auf den zweiten Platz hatte sich Andreas Sander geschoben und mit knapp einer Sekunde Rückstand noch ganz nah am Führenden dran. Schon mit ein paar Metern Abstand folgten Daniel Peukert, Gunnar Junge und Falko Liebaug.

Nach weiteren zwei Runden hatte Gunnar Junge den bis dahin vor ihm fahrenden Andreas Sander vom zweiten auf den dritten Platz verwiesen und DIrk Staudenecker hatte, an Falko Liebaug vorbei, Platz fünf erobert. Lange konnte sich Gunnar Junge jedoch nicht an Platz zwei erfreuen, musste er diesen doch kurzerhand wieder an Daniel Peukert abtreten. Zwei Runden später kehrte Gunnar Junge den Zustand erneut zu seinen Gunsten um, während vorne Mirko Bartosch weiter die Führungsarbeit leistete. Dirk Staudenecker hatte sich zwischenzeitlich auf Rang vier verbessert und damit Andreas Sander zunächst hinter sich gelassen, der alsbald von Frank Mey aufgeschnupft wurde.
Nach den kurz danach anstehenden Boxenstopps fand sich im Anschluss Frank Mey auf dem vierten Rang wieder, hatte unter anderem einen komfortablen Vorsprung von sechsunddreißig Sekunden auf Andreas Sander, der aber wiederum mit nur knapp einer Sekunde Vorsprung vor Daniel Peukert auf Rang sechs lag. Vorne blieb derweil mit Mirko Bartosch, Gunnar Junge und Dirk Staudenecker erst mal alles beim Alten.

In dieser Konstellation blieb es bis zur letzten Runde des Rennens. Mirko Bartosch fuhr mit fünfzig Sekunden Vorsprung ungefährdet als Erster durchs Ziel, gefolgt von Gunnar Junge und Andreas Sander, der buchstäblich in letzter Minute noch Platz den dritten Platz erobern konnte. Dirk Staudenecker beendete somit als Vierter das Rennen, während sich Frank Mey mit dem fünften Platz arrangieren musste, nachdem er in der letzten Runde etwas Zeit auf der Strecke liegen gelassen hatte.
Die Meisterschaft führt damit noch immer Gunnar Junge (100 P.) an, hat aber mit Patrick Heß (90 P.) und Mirko Bartosch (87 P.) zwei weitere potentielle Anwärter auf den Titel sozusagen direkt im Nacken. Ebenfalls noch Chancen auf einen der vordersten Plätze haben Andreas Sander (72 P.) und Frank Mey (70 P.) auf den Plätzen vier und fünf.
In der Klasse XC Sport B, die hinter den Pre Seniors auf die Reise gingen, hatte Christian Müller nach der ersten Kurve die Führung übernommen, mit Philipp Kaiser aber einen weiteren schnellen Piloten direkt hinter sich. Philipp Dräger als Dritter musste jedoch schon kurz danach um einige Plätze erleichtert, sein Rennen fortsetzen. Christian Sturm erkämpfte sich noch in der ersten Runde die Führung und legte fünf Sekunden Zeitpolster zwischen sich und seinen Verfolger Philipp Kaiser. Christian Müller war dagegen nur noch auf Rang vier hinter Jan Kolb unterwegs und Benedikt Müller reihte sich zwischenzeitlich auf Position fünf nach der ersten gefahrenen Runde ein.

Kurz danach verlor Jan Kolb gleich mehrere Plätze und die Piloten Christian Müller, Björn Hofmann, Benedikt Müller und Dominik Pleyer ernteten dadurch kampflos je einen Platz weiter vorne im Klassement. Zusätzlich einen Platz machte Björn Hofmann gut, indem er Christian Müller hinter sich lassen konnte.
Am Ende der sechsten Runde hatte Björn Hofmann seinen Vordermann Philipp Kaiser auf Platz zwei niedergerungen und nur noch 1,8 Sekunden Rückstand auf den immer noch in Führung liegenden Christian Sturm. Die Plätze vier und fünf lagen unterdessen immer noch in sicherer Obhut von Christian und Benedikt Müller.

Und ehe sich Christian Müller ganz vorne richtig versah, war Björn Hofmann an ihm vorbei gezogen und in Führung gegangen. Nach Beendigung der Boxenstopps hatte sich lediglich Philipp Dräger auf den fünften Platz verbessert, alles andere im vorderen Feld war unverändert geblieben.
Nachdem noch nicht ganz die letzte halbe Stunde angebrochen war und Christian Sturm auch noch hinter Christian Müller zurück fiel, blieb vorerst nur einmal der dritte Platz. Kurz danach besann er sich jedoch eines besseren und rollte das Feld wieder systematisch von hinten auf. Keine zwei Runden später, und er war wieder der Führende im Feld der Klasse XC Sport B. Björn Hofmann rutschte dadurch zurück auf Platz zwei, jedoch in Schlagdistanz von Christian Müller, Philip Dräger und Philipp Kaiser. Innerhalb der letzten zehn Rennminuten gelang es Philip Dräger schließlich noch, an Christian Müller und Björn Hofmann vorbei zu kommen, was ihm schlussendlich den zweiten Platz hinter Christian Sturm im Ziel einbrachte. Christian Müller schaffte es auch noch, vor Björn Hofmann die Ziellinie zu überqueren und bedeutete somit den dritten Rang mit nach Hause nehmen zu können. Philipp Kaiser wurde dagegen hinter Björn Hofmann nur Fünfter der Klasse XC Sport B.

Nach wie vor bleibt in der Meisterschaft aber immer noch der in Goldbach wegen Terminüberschreitungen nicht angetretene Tim Apolle (85P.) vor Enrico Urbich (81 P.) und Manuel Beyhl mit 68 Punkten in Führung. Christian Müller (67 P.) und Philip Dräger (63 P.) halten aktuell noch die Plätze vier und fünf.
Lauf 7: Wie bei jeder GCC-Veranstaltung stellte der letzte Lauf des Tages auch gleichzeitig den Höhepunkt des ganzen Wochenendes dar, denn hier gingen außer den Piloten der Klasse Sport A und den XC Experts auch die Profis mit internationalem Fahrerfeld an den Start.
Am Start standen gemäß dem Status die Profis an vorderster Front, gefolgt von den Experts und den Sport A Piloten.

Mit einem Bilderbuchstart bei den Pro´s glänzte Mike Hartmann und verwies all seine Widersacher damit erst einmal auf die Plätze. Allerdings gingen die gleich im Dreierpack, bestehend aus Christian Weiß, Michael Herrmann und Bert Meyer mit Vehemenz an die Aufgabe, die Verfolgung Hartmanns aufzunehmen. Die erste Runde hielt sich Hartmann aber entschlossen vor dem Rest des Feldes, passierte als Erster die Zählstelle mit gerade mal zwei Sekunden Vorsprung auf Cory Nemeth, der nach etwas schlechterem Start innerhalb dieser ersten Runde bis auf Rang zwei nach vorne gestoßen war. Etwa zehn Sekunden zurück folgte Christian Weiß mit Bert Meyer und Kevin Zdon im Schlepptau.

In der zweiten Runde ging Nemeth an Hartmann vorbei und der Holländer Stefan Hage übernahm vor MX-Masters Gastfahrer Lars Reuther Position vier. Lars Reuther, der zum ersten Mal an der Startlinie eines GCC-Rennens stand, hatte den Start schlichtweg vergeigt, da er mit den Modalitäten des Startprozedere einfach zu wenig vertraut gewesen war. Ergo blieb ihm nichts anderes übrig, als sich auf die Verfolgung des hochkarätigen Feldes zu machen.
Binnen einer weiteren Runde waren Hage und Reuther auf Platz drei und vier vorgefahren und hatten damit den erfahrenen Christian Weiß an Position fünf im Feld der Profis verfrachtet. Kevin Zdon hielt sich weiterhin auf dem sechsten Rang, wohl wissend, dass noch einige hoch gehandelte Offroadspezialisten hinter ihm weilten. Nur ein paar Minuten später fand sich Lars Reuther schon auf der dritten Position, da Hage bis auf Rang sechs zurück gefallen war. Dafür hatte aber der Belgier Damon Graulus Christian Weiß überholte und drehte nun auf Rang vier seine Runden.
Nemeth und Hartmann vorne waren aber schon so gut wie über alle Berge. Dann allerdings bereitete Mike Hartmann´s Motorrad schwerwiegende Probleme und Hartmann hatte alle Hände voll zu tun, die Eskapaden ohne vom Motorrad zu fallen, zu kaschieren. Nach mehrfachen haarsträubenden Manövern steuerte er dann doch sicherheitshalber die Box an. Schnell war die Ursache in einer defekten Einspritzdüse gefunden, nahm aber recht viel Zeit für die Reparatur in Anspruch, so dass Mike Hartmann das Rennen schon abgeschrieben hatte und den Helm für diesen Tag an den berühmten Nagel hängen wollte. Nur das gute Zureden seines Mechanikers veranlasste Mike Hartmann dann doch wieder dazu, noch einmal aufs Motorrad zu steigen und das Rennen zumindest als gutes Training zu Ende zu fahren.

Auf der Strecke brachte dies Lars Reuther kampflos den zweiten Platz hinter einem entfesselt fahrenden Cory Nemeth ein. Ohne größere Veränderungen im Feld blieb es so bis zu den anstehenden Boxenstopps gegen Mitte des Rennens. Danach hieß die neue Reihenfolge erst einmal Cory Nemeth vor Lars Reuther und dem Holländer Hans Vogels, der es sich nicht nehmen ließ, die einstige WM-Strecke in Goldbach wieder einmal unter die Stollen nehmen zu können. Dahinter ließ Super-Moto Profi Michael Herrmann seine Husqvarna fliegen, allerdings nur mit knappem Vorsprung vor dem Teamkollegen Christian Weiß, der kurz danach am Holländer Hans Vogels vorbei, auf Platz drei avancierte. Michael Herrmann fiel unterdessen hinter Hans Vogels und Damon Graulus auf den sechsten Platz zurück und musste sich noch dazu wenig später zu allem Übel von Bert Meyer überholen lassen. Dies ließ Herrmann allerdings nicht auf sich sitzen und er konterte postwendend. Christian Weiß war schon etwas zuvor mit Problemen auf den elften Platz zurück gefallen und auch der Belgier Damon Graulus musste sich im weiteren Verlauf wieder hinter Michael Herrmann und Bert Meyer einordnen, wobei sich Michael Herrmann bei dieser Gelegenheit auch noch gleich den vor ihm fahrenden Hans Vogels griff. Selbst Bert Meyer gelang es noch vor Ablauf der offiziellen Renndauer am Holländer Hans Vogels vorbei zu schlüpfen.

Am Ende gewann also ein überragender Cory Nemeth vor Lars Reuther und Michael Herrmann. Bert Meyer rettete noch Platz vier vor Hans Vogels ins Ziel.
Interessant wäre die Sache sicherlich zwischen Mike Hartmann und Cory Nemeth geworden, wenn Hartmann´s Motorrad ohne Defekt geblieben wäre, da die Zeiten die Mike Hartmann nach der Reparatur an den Tag legte, mitnichten auf demselben Niveau waren wie die von Cory Nemeth. Selbst die schnellste Rennrunde ging eindeutig an Mike Hartmann´s Adresse.
Wie hart das Rennen letztendlich war, zeigte sich nicht nur an den Händen der Hobbyfahrer, sondern auch an Größen wie zum Beispiel einem Cory Nemeth oder Lars Reuther. Alle hatten mehr oder weniger, zum Teil zentimetergroße offene Blasen unter den Handschuhen zu beklagen!
Nach wie vor spannend bleibt es aber in der Meisterschaft, da die weiteren Favoriten Josef Kulhavy und Dennis Schröter verletzungsbedingt in Goldbach nicht am Start waren.

Kulhavy führt demnach noch immer die Tabelle mit 90 Punkten an, gefolgt von Bert Meyer (79 P.) und Kevin Zdon mit ebenfalls 79 Punkten. Vierter ist aktuell Christian Weiß mit 78 Punkten vor Hartmann und insgesamt 70 Zählern auf dem Konto, was in Bezug auf das Streichergebnis noch alles Mögliche zulässt.
Bei den Experts legte sich Philipp Storz vom Start weg so mächtig ins Zeug, dass keiner seiner Kollegen einen Weg am schnellen Thüringer vorbei fand. Direkt dahinter klemmten sich jedoch Kevin Abele und Marc Töppel, die wiederum gerade mal einen Meter Distanz zum dahinter liegenden Jan Froede und der ersten Kurve aufrecht erhalten konnten.

Nachdem die erste Runde absolviert war, lag noch immer Philipp Storz vorne, an die zweite Position hatte sich jedoch schon der Schefflenzer Jan Froede geschoben. Marc Töppel konnte sich noch vor Daniel Weiß halten, der wenige Meter zuvor Kevin Abele erst einmal den Schneid abgekauft hatte. Nach einer weiteren Runde lag Daniel Weiß auf Platz drei hinter Philipp Storz und Jan Froede, während Marc Töppel noch hinter Alexander Heu und Platz fünf zurück gereicht wurde.
Auch Jan Froede rutschte in den nachfolgenden Minuten um zwei Plätze zurück und lag damit nur noch hinter Daniel Weiß und Alexander Heu auf Platz vier. Dann mischte sich Marco Pfeiffer mit Platz drei unter die besten Fünf, Marc Töppel und Alexander Heu mussten dadurch bedingt, auf die Ränge vier und fünf ausweichen.
Nach sieben gefahrenen Runden übernahm Daniel Weiß erstmals die Führung vom Seriensieger Philipp Storz, der bisher diese Klasse klar dominierte. Marco Pfeiffer lag noch immer auf Platz drei, vor den Piloten Alexander Heu und Marc Töppel. Vor den geplanten Tankstopps konnte lediglich Marc Töppel noch einen Platz gutmachen, in dem er an Alexander Heu vorbei zog. Jan Froede tat dann kurzerhand dasselbe nach den Boxenstopps, musste später Alexander Heu aber erneut passieren lassen.

In unveränderter Reihenfolge spulte man so den Rest des Rennens ab, ehe Daniel Weiß als Erster die schwarz/weiß karierte Flagge sah. Philipp Storz wurde verdient Zweiter, gefolgt von Marco Pfeiffer und Alexander Heu. Maximilian Koubik wurde schlussendlich Fünfter vor Marc Töppel und Jan Froede. Beachtenswerter Achter wurde noch Altmeister Jörg Albrecht, der Favorit schlechthin unter den Super Senioren, obwohl im fünfhundert Meter vor dem Ziel noch der Sprit in seiner Husaberg ausging.

Betreffend der Sachlage in der Meisterschaft bleibt weiterhin Philipp Storz (115 P.) vorne, gefolgt von Markus Röhrig, der mit 82 Punkten aber schon einiges hinter Philipp Storz zurück liegt. Jan Froede liegt mit 61 Punkten noch einen Punkt vor Michael Röhrl und einem weiteren Punt vor Arne Mösch auf Rang fünf.
Die letzten im Bunde des Tages waren die XC Sport A Piloten, die heuer den Goldbacher Track unter ihre Stollenreifen nehmen durften.

Den besten Start hätte dabei Paul Borzel gehabt, wenn er nicht seinem Namen alle Ehre gemacht hätte und sich in der ersten Kurve vor den Rest des Feldes gelegt hätte. Während bei dieser Aktion auch Mario Dölz und Lutz Beste zu Boden mussten, machte sich der Rest des Feldes unbeschadet aus dem Staub.
So hatte nach der ersten Runde kein anderer als Oliver Wolfgang das Zepter in dieser Klasse, vor David Böde und Marcus Staudacker, übernommen. Robert Scharl und Walther Schneider reihten sich derweil auf Rang vier und fünf ein. Lange zögerte Robert Scharl allerdings nicht und schnappte sich fünf Ecken weiter auch gleich noch den vor ihm liegenden Marcus Staudacker.

Innerhalb kürzester Zeit preschte im Anschluss der Pilot Jens Schreiber bis auf den dritten Platz nach vorne, ehe er auch noch David Böde vom zweiten Platz verdrängte. Danach ging es Schlag auf Schlag, Jens Schreiber übernahm die Führung, Kai Markert erschien auf Platz zwei der Tabelle und Oliver Wolfgang lag nur noch auf Platz drei, bedrängt von Robert Scharl und dem etwas zurück liegenden Walther Schneider.

Kaum war die Runde zu Ende, war Robert Scharl auch schon an Oliver Wolfgang vorbei gezogen. Yannik Mosch machte sich in derselben Zeit Platz fünf zu eigen, bevor auch er an Oliver Wolfgang vorbei flog. Zunehmend fiel Oliver Wolfgang in den weiteren Runden zurück und Lutz Beste, einer der Leidtragenden des Sturzes am Start, reihte sich unter die besten Fünf ganz an deren Ende ein.
Danach herrschte bis zu den anstehenden Boxenstopps erst einmal Einigkeit im Feld der Sport A Klasse. Lediglich Lutz Beste fiel etwas zurück, womit Walther Schneider wieder in die Top-Five aufrückte.
Nachdem alle ihren Zwangsstopp abgeschlossen hatten, lautete die Reihenfolge an der Front immer noch Jens Schreiber vor Kai Markert und Robert Scharl. Dahinter sortierten sich nun aber Walther Schneider und erneut Lutz Beste im Feld ein. Lustig ging aber das „Bäumchen Wechsel Dich“ Spielchen in dieser Klasse weiter.

Nach Ablauf der offiziellen Zeit lagen die ersten drei Plätze nach wie vor in fester Hand von Jens Schreiber, Kai Markert und Robert Scharl. Zurück gekämpft auf den vierten Platz hatte sich Oliver Wolfgang, der damit der letzte war, der innerhalb der gleichen Runde das Rennen beendete wie Jens Schreiber an der Front. Fünfter wurde schlussendlich Lutz Beste vom MSC Sandhausen.

Vorne in der Meisterschaft bleibt damit weiterhin Oliver Wolfgang mit 84 Punkten vor Jens Schreiber (88P.) und Robert Scharl (81 P.). Kai Markert (81 P.) und Kevin Romschinski (80 P.) trennt im Moment nur ein einziger Punkt auf den Plätzen vier und fünf.
Geschrieben von: Rudolf Schuler
Baboons-Press