Während es rund um Mühlhausen donnerte, blitzte und schüttete, was der Himmel hergab, blieb es in Mühlhausen nahezu trocken. Lediglich in der Nacht begann es kurzfristig mal ein wenig zu tröpfeln, aber ohne dass dabei der Boden wirklich feucht wurde.

Der Strecke hätte etwas Regen nicht geschadet, aber auch so hatten die Mannen des MC für die am frühen Morgen startenden Vierradpiloten eine Topstrecke vorbereitet. Bei der Rennleitung gingen hingegen jede Menge besorgte Anrufe ein, ob es denn überhaupt möglich wäre, Rennen zu fahren, da rund um Mühlhausen in der Nacht jede Menge schwere Unwetter für sintflutartige Regenfälle, Sturmböen, Blitze, Donner und sonstige Wettereskapaden gesorgt hatten.
In Mühlhausen war es nur am Morgen etwas bewölkt, ein paar graue Wolken hingen am Himmel, ansonsten aber alles in bester Ordnung. Ja es dauerte sogar nicht lange und die Sonne zeigte bei steigenden Temperaturen als bald ihr freundliches GCC-Gesicht.

Parallel zum Vortag herrschten also auch am Sonntag in Mühlhausen geradezu ideale Verhältnisse, wenn auch gegen später wieder einige Staubschwaden über der Strecke Mühlhausens standen. Je näher der Nachmittag rückte, desto mehr Zuschauer fanden den Weg an die Strecke des MC Mühlhausen, da sicher viele das Mittagessen bei dem schönen Wetter an die Rennstrecke verlegten und insbesondere dem Spektakel des letzten Rennens beiwohnen wollten, an dem die internationalen Stars des Offroadsports bei ihrem Stelldichein den Motorradsport im Gelände zum Besten gaben. Zusätzlich hatte man sehr zur Freude der Zuschauer und weniger der Akteure eine sogenannte Enduropassage aus künstlichen Hindernissen wie umgedrehte Container, im Boden eingegrabene Reifen und zu Stapeln aufgebaute Baumstammsektionen in die Strecke integriert, um zusätzliche und sehenswerte Race-Action zu bieten.
Und in der Tat war diese Passage von den vielen Fans gerade zu umzingelt. Jeder wollte hautnah miterleben, wie die Enduro-Asse mit ihren PS-starken Maschinen über die Hindernisse hinweg sprangen bzw. flogen. Nachdem auch dieses Rennen nach zwei Stunden und entsprechendem Klima sein Ende gefunden hatte, begab man sich nach einer kurzen Verschnaufpause der Akteure zur obligatorischen Siegerehrung.

Dass es die Profis unter den Enduro-Assen dabei üblicherweise gewohnt sind, ihren Pokal aus Händen eines offiziellen Würdenträgers des Vereins oder Veranstaltungsortes zu erhalten, entfiel beim MC Mühlhausen. Die Sieger empfingen dafür vom reizenden Grid-Girl noch ein Küsschen für ihre hart erarbeiteten Leistungen auf der Strecke. Danach ging es wie auf jedem GCC-Rennen üblich, im Eiltempo zurück zu den Transporten und Wohnmobilen, um möglichst schnell alles an seinem üblichen Platz zu verstauen und den Weg in die Heimat anzutreten. Während rund um die Strecke die letzten Hinterlassenschaften beseitigt wurden, wand sich der GCC-Tross in einer langen Autoschlange Richtung Autobahn.

In vier Wochen trifft man sich zum erneuten Stelldichein im nordbadischen Schefflenz zwischen Heilbronn und Würzburg auf einer weiteren Strecke, die einst Moto-Cross WM-Läufen eine Heimat bot. Und auch bei der Motorenweitwurfmeisterschaft in Schefflenz gilt es auch in diesem Jahr, den alten XV 535 Twin so weit wie möglich zu „schmeißen“ und beim Saisonfinale in Bühlertann dann die deutsche Cross Country 2012 mit einem großen Fest zu beschließen.
Der detaillierte Rennbericht vom zweiten Tag wird wie gewohnt bis Ende der Woche online sein.
Geschrieben von: Rudolf Schuler
Baboons-Press