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GCC Triptis 2013 – Racereport Day 2 – Teil 2

Details
Kategorie: GCC Racereports
Sonne in Triptis!

Lauf 7: Der vorletzte Lauf des Tages war den Sportklassen XC Sport 1 bis Sport 3 vorbehalten, die auch in selbiger Reihenfolge an den Startlinien des Tracks Aufstellung nahmen. Die Sonne blinzelte nun schon gelegentlich zwischen den grauen Wolken hindurch und auch die Strecke zeigte sich mittlerweile von seiner besseren Seite, wenn auch schon teilweise durch die voran gegangenen Rennen, wild zerfurcht.

Markus Endreß (AMC Bad Windsheim e.V. / HW-Racing, TM MX 144) lies beim Start dann auch nichts weiter anbrennen und sortierte sich als Erster vor dem restlichen, heran stürmenden Feld ein. Die Plätze dahinter sicherten sich Tommy Mäder (Team Parthen Powersport / MC Isolator, KTM EXC) vor Nick Engel (KTM SX 150) und Tommy Bernhardt (Fun-Sports-Factory, Yamaha YZ 125), die jedoch beide später vorzeitig das Rennen aufgeben mussten.

2 Markus Rohrig P2

Nach rund 6 ½ Minuten kam das Feld zum ersten Mal zurück zur Zählstelle. In Front liegend passierte Nick Engel diese zum ersten Mal, bevor Björn Hofmann (Belray MSR Racing Team, KTM SX 250) und Markus Endreß nachkamen. An der vierten Position befand sich Dominik Röhrig (Team Bieberbach, KTM 350-sxf), gefolgt von Sascha Graf im MC Ruhla mit einer Yamaha YZ 250. Wenige Minuten später übernahm Björn Hofmann die Spitze des Feldes und hatte mit Dominik Röhrig auch gleich einen potenten Gegner im Rücken, während Nick Engel nur auf Platz drei, vor Markus Endreß und Sascha Graf werkelte. Lange konnte sich Björn Hofmann der Angriffe Dominik Röhrig´s nicht erwehren und am Ende von Turn drei lag er auch prompt hinter diesem zurück. Sascha Graf hatte mit Thomas Hut (Kawasaki KXF 250) im Schlepptau zwischenzeitlich Nick Engel abgefertigt, so dass dieser nur noch Platz fünf inne hatte und im weiteren Verlauf zunehmends Boden verlor. Markus Endreß erntete folglich dessen fünften Platz kampflos, ging aber wenigen Kurven weiter mit Philipp Kaiser (Motorradsport Straub, Kawasaki KX 450F) am Hinterrad, am Vordermann Sascha Graf vorbei. Die Plätze vier und fünf waren der Lohn dafür, ehe eine Runde später Philipp Kaiser auch an Markus Endreß vorbei ziehen konnte. Die Führungsarbeit machte weiterhin Björn Hofmann vor Dominik Röhrig und Thomas Hut.

Allerdings nur bis zum Ende der siebten Runde, denn da erschien Dominik Röhrig das erste Mal vor Björn Hofmann an der Zählstelle und auch Philipp Kaiser war zum selben Zeitpunkt an Thomas Hut vorbei gegangen. Platz fünf belegte weiterhin Markus Endreß.

S1 Bjoern Hofmann P1

Lange währte diese Freude an der Front jedoch nicht. Wenige Minuten bevor es zum Tanken ging, lag Björn Hofmann schon wieder vor Dominik Röhrig. Während der Boxenstopps fand sich Philipp Kaiser für kurze Zeit vor Dominik Röhrig auf Platz zwei, was dieser aber innerhalb der nächsten Runde wieder korrigierte. Nach knapp neunzig Minuten erfolgte ein weiterer erfolgreicher Angriff Dominik Röhrigs auf die Führungsposition, der aber auch dieses Mal nur zwei Runden lang Bestand hatte, ehe Björn Hofmann sich die Führung erneut zurück holte. Zu allem Übel konnte bei dieser Gelegenheit auch noch Philipp Kaiser am Kontrahenten Röhrig vorbei schlüpfen und damit Platz zwei ergattern, den er bis ins Ziel schließlich nicht mehr abgab. Björn Hofmann blieb ebenfalls an der Spitze, wodurch Dominik Röhrig, vor Thomas Hut und Markus Endreß mit Platz drei Vorlieb nehmen musste. Die Plätze fünf bis zehn gingen unterdessen an Sascha Graf, Maik Abraham (ZAP Racing Team Jakobi, Kawasaki KXF 250), Manuel Böde (Cross Team Böde, KTM SXF 450), Jonas Schön (MX Speed Team Schön / MRSC Mernes, KTM SX 250F) und Daniel Ostermann vom MSC Jüchsen auf einer Yamaha YZ 250F.

Lagebestimmend auf den ersten Metern in der Sport 2-Klasse war Tobias Hauptlorenz auf einer KTM EXC. Zwischen einigen Nachzüglern der vorherigen Klasse sortierte sich Ricardo Ruck (Team Bieberbach, KTM 350 EXC) als Zweiter ein, während auf Position drei Gregor Schropp (Körber-Offroad-Racing / MSC Schefflenz) agierte.

S2 Tobias Hauptlorenz P3

Ohne sich vom Rest des Feldes beeindrucken zu lassen, beendete Tobias Hauptlorenz in Führung liegend, die erste Runde. Die zweite Position ging unterdessen an Marco Wegner (TM Racing Germany / AC Kronach, TM EN 250) und den dahinter fahrenden André Saal vom MSC Manching im Team Hornik auf einer Kawasaki KX 250F. Marcel Brunner (Team Enduro Koch, Husaberg FE 350) lenkte sein Arbeitsgerät auf dem vierten Platz durchs Zähltor, ohne dabei seinen Hintermann Benedikt Erdmann (Husaberg TE 300) aus dem gleichen Team, aber im MC Augsburg e.V. im ADAC zu Hause, aus den Augen zu verlieren. Kurze Zeit später mischte sich Robert Eschrich (Yamaha YZ 250) mit Platz drei erstmals unter die Top-Five, wodurch André Saal, Marcel Brunner und Benedikt Erdmann jeweils einen Platz zurück fielen. Noch nicht am Ende seiner Aufholjagd angekommen, kassierte Robert Eschrich gleich mal Marco Wegner auf Platz zwei und ging direkt zum Angriff auf Tobias Hauptlorenz über, der etwa zwanzig Sekunden davor unterwegs war. Zwei Runden dauerte das Ganze und Robert Eschrich übernahm die Führung vor Tobias Hauptlorenz und Marcel Brunner, der zwischenzeitlich Marcel Wegner hinter sich gelassen hatte. Ebenfalls an Marcel Wegner vorbei gegangen war in dieser Phase Jochen Neubig (TM Cross), der Teampartner  von Marcel Brunner und  im MSC Fränkische Schweiz zu Hause. Kaum an der Spitze etabliert, musste Robert Eschrich den Vortritt wieder Marcel Brunner überlassen, während sich hinter Tobias Hauptlorenz auf Platz drei, Jochen Neubig und Marcus Liß (Team Kadelack Gas Gas, Gas Gas EC 300) erstmals unter den besten Fünf einsortierten. Nach kurzer Zeit schnappte sich allerdings Markus Donath (MSC Triptis / Team Gellert, Yamaha YZ 250) den fünften Platz von Marcus Liß.

Bevor es dann ans Tanken ging, musste Marcel Brunner die Führung erneut an Robert Eschrich abtreten. Nachdem dies erledigt war, hieß es allerdings schon wieder, Marcel Brunner vor Robert Eschrich. Die weiteren Plätze blieben derweil in fester Hand von Tobias Hauptlorenz, Jochen Neubig und Marcus Liß, der ebenfalls ein weiteres Mal Markus Donath passiert hatte. Doch auch dieses Manöver war nach nur einer Runde ebenfalls bereits wieder neutralisiert.

Vorne hatte das Katz und Maus-Spiel nur wenig später eine weitere Episode zu bieten und Robert Eschrich war jetzt wieder zum Gejagten von Marcel Brunner geworden. Danach hatte Marcel Brunner aber endgültig sein Pulver verschossen und Robert Eschrich gewann verdient mit knapp 1 ½ Minuten Vorsprung vor Marcel Brunner und Tobias Hauptlorenz. Vierter wurde erwartungsgemäß Jochen Neubig vor Markus Donath und Steve Kreussel (MC Veilsdorf, Kawasaki KX250F), der schon einige Runden zuvor an Marcus Liß vorbei schlüpfen konnte. Ricardo Ruck wurde schlussendlich Achter vor Denny Doras (TM Racing Germany / MC Isolator, TM EN 300) und Timo Jungmann auf einer KTM EXC 350.

S3 Haiko Haeussler P1

Um es gleich vorweg zu nehmen, wurde in der S3-Klasse das Rennen begonnen, wie es auch geendet hatte. Haiko Häußler (1.RMC Reutlingen, KTM 530 EXC) ging als Erster vor Gunnar Junge (MSC Walldorf / MZH24.de / mx-endurotrainin, HM Honda Zarnardo CRF 490R) durch den Ortema-Bogen. Dahinter folgte bereits das restliche Feld in einem einzigen Pulk.

Gerhard Rheinfelder (MSC Albertshofen, Kawasaki KXF 450), am Start ebenfalls ganz weit vorne, sicherte sich nach der ersten Umrundung erst einmal die Führung vor Gunnar Junge und Haiko Häußler. Die weiteren Plätze gingen unterdessen an Enrico Urbich (Racing Team Jakobi, KTM EXC 500) und Marc Tillie (Enduro Koch Racing / MSC Marbach, Husaberg TE 300). Einige Ecken weiter übernahm Gunnar Junge die Führung, da Gerhard Rheinfelder bis auf die fünfte Position zurück gereicht wurde. Dazwischen agierten noch immer Haiko Häußler, Enrico Urbich und Marc Tillie.

Erst ausgangs der fünften Runde fand Thomas Krüger (Team Hornik, Husaberg TE 250) einen Weg an Gerhard Rheinfelder vorbei. Dieser hatte genauso wie Thomas Krüger davon profitiert, dass Marc Tillie kurz zuvor hinter die beiden zurück gefallen war und demzufolge nur noch auf dem sechsten Platz rangierte. Vorne blieb dagegen bis zu diesem Zeitpunkt alles beim Alten.

Als nächstes fiel Enrico Urbich dem von hinten heran stürmenden Thomas Krüger zum Opfer, während sich die Spitze so langsam auf den bevorstehenden Boxenstopp einrichtete. Ohne dass sich dabei unter den ersten vier Piloten Positionsänderungen ergeben hatten, wurde das Rennen fortgeführt. Erst an der fünften Position löste Kay Schwarz seinen Widersacher Gerhard Rheinfelder von den Top-Five ab.

S3 Kay Schwarz P3

Am Ende der zehnten Runde ging Haiko Häußler an Gunnar Junge vorbei und übernahm fortan die Führung. Platz drei oblag noch immer Enrico Urbich vor Thomas Krüger und Kay Schwarz, der kurz danach erst Thomas Krüger und knappe zwei Runden später auch noch Enrico Urbich hinter sich lassen konnte. Während die ersten vier Plätze damit geregelt waren, konnte Ronny Züllich in der letzten Runde noch den fünften Platz ergattern , da Thomas Krüger auf den achten Platz, noch hinter Marc Tillie und Gerhard Rheinfelder zurück gefallen war. Klarer Sieger mit knapp dreißig Sekunden Vorsprung wurde somit Haiko Häußler, vor Gunnar Junge, Kay Schwarz und Enrico Urbich.

Lauf 8: Der letzte Lauf war den Profis der Szene vorbehalten und dementsprechend natürlich auch das Highlight des Tages. Drei Klassen, XC Pro, XC Expert und XC Advanced und noch dazu ein gesondert eingerichteter Ladies-Cup sollten Spannung von der ersten bis zur letzten Minute bringen. Und ohne es vorweg nehmen zu wollen, war es auch unumstritten genauso.

Den neu eingeführten Holeshot leibte sich zunächst Kevin Zdon (Team Monster Energy Kawasaki Pfeil, Kawasaki KX 250F)ein, während Edward Hübner (Yamaha Motor Deutschland AC Mo TeC, Yamaha YZ) knapp vor Bert Meyer (KTM-Feist-Rochlitz, KTM) in die erste Kurve einbog. Die Plätze dahinter gingen unterdessen an Roni Nikander (KTM Motorsport Finland, KTM 250XC) und Andy Boller (KTM Sarholz Racing Team, KTM EXC).

1 Edward Huebner P3

Nach der ersten Runde hatte sich Edward Hübner (Foto) die Führung erobert, mit Cory Nemeth (Team HTS KTM / KTM Deutschland, KTM 350EXC)aber einen ganz schnellen, aus vergangenen GCC-Rennen gut bekannten Piloten knappe fünf Sekunden hinter sich, obwohl dieser eher sehr verhalten ins Rennen gestartet war. Hinter dem Dritten Bert Meyer folgten der junge Schwede Erik Appelqvist, der unter anderem tags zuvor schon das Youngster-Rennen gewonnen hatte und der Finne Roni Nikander.

Innerhalb der nächsten Runde meldete Cory Nemeth unmissverständlich den Führungsanspruch an, und gab diesen im Anschluss auch nicht mehr ab, ehe er die Ziellinie zum letzten Mal überquert hatte. Edward Hübner konnte den Finnen Roni Nikander drei Runden lang in Schach halten, ehe der den zweiten Platz zu seinem Eigen machte. Grund dafür war, das Edward Hübner schon sehr frühzeitig Befürchtungen hatte ohne Sprit liegen zu bleiben und deshalb schon früher als üblich die Box zum Tanken anlief. Bert Meyer und Kristian Per Bakke (Suzuki Norwegen, Suzuki) lagen zu diesem Zeitpunkt auf den Plätzen vier und fünf. Lange dauerte es jedoch nicht, bis der Norweger Krisitan Per Bakke auf Bert Meyer aufgelaufen war und ebenso kurz war dann auch die Aktion Bakkes, Bert Meyer hinter sich zu lassen.

1 Cory Nemeth P1

Der Rest des Feldes begab sich schließlich gegen Mitte des Rennens zum obligatorischen Tankstopp, der ohne Positionsveränderungen unter den ersten fünf über die Bühne ging.
Während ab diesem Zeitpunkt die Reihenfolge der ersten fünf Plätze geklärt war, wurde dahinter fleißig um jeden Meter energisch gekämpft. Am Ende ging der Sieg nur über den in Deutschland lebenden Ungar Cory Nemeth, der immerhin fast 4 ½ Minuten Vorsprung auf Roni Nikander hatte. Dritter wurde Edward Hübner vor Krisitian Per Bakke und Bert Meyer. Christian Weiß (Team Zupin Husqvarna, Husqvarna TC 250) gelang es noch auf den sechsten Platz vor zu fahren, während Andy Boller, Kevin Zdon und der Schwede Erik Appelqvist mit den weiteren Plätzen Vorlieb nehmen mussten.

Mike Hartmann (Husaberg XCC Team, Husaberg FE 350) musste sein Rennen hingegen nach einer Kollision mit einem Kontrahenten und dabei abgebrochenem Schalthebel vorzeitig in der sechszehnten Runde beenden. Cory Nemeth gab später zu Protokoll, dass er eigentlich ein viel zu hartes Moto-Cross Fahrwerk im Motorrad hatte und deshalb, wie viele andere Mitstreiter auch, zahlreiche offene Blasen an den Händen zu beklagen hatte.

Womit aber wieder einmal mehr bewiesen wäre, dass GCC eben doch ein Sport für richtige Frauen bzw. Männer ist!

Mächtig zur Sache ging es beim Start der XC Experts. Nur hauchdünn konnte sich Michael Kotschenreuther (TM-Racing Germany, TM MX 300) vor Eddie Findling (Husaberg) und Alexander Heu (TM Racing Gindert Race n´ Fun, TM 300 Enduro) einsortieren, ehe die restliche Meute durch den Ortema-Bogen gestürmt kam.

2 Daniel Weiss P1

An der Zählstelle erschien nach der ersten Runde Eddie Findling als Erster, hatte aber mit Daniel Weiß (Team bsn-racing Husaberg, Husaberg FE 350) den Meister dieser Klasse aus dem letzten Jahr direkt hinter sich. Aber auch Daniel Hänel (Team Monster Energy Kawasaki Pfeil, Kawasaki KXF 250) auf dem dritten Platz war jederzeit ein Kandidat fürs Treppchen. Marco Günther (KTM Racing Team Jakobi / MSTC Gembdental, KTM EXC) und Pascal Springmann (Enduro Koch Racing, Husaberg TE250) komplettierten damit vorerst die Top-Five.
Lange musste die Mannschaft von Daniel Weiß nicht warten, bis sie ihren Mann an der Spitze des Feldes ausmachen konnten. Eddie Findling hielt sich derweil noch wacker auf Rang zwei vor Christian Barfuß (Yamaha) und dem schnellen Alstom Race Factory Piloten Marco Pfeiffer vom ADAC Württemberg auf der großen 450er KTM. Markus Rohrig (Diller Powerparts, Husqvarna TC 250 R) lag dagegen zunächst auf dem fünften Rang. Nur eine Runde später verdrängte Marco Pfeiffer seinen Vordermann Christian Barfuß von seinem hart erkämpften dritten Platz. Damit aber noch nicht genug, musste auch Eddie Findling für Marco Pfeiffer das Feld räumen und verlor dazu noch gleich einen weiteren Platz an Christian Barfuß. Im Anschluss daran überholte Jan Froede (KTM Körber Offroad-Racing / MSC Schefflenz, KTM SX 250-f) in einem Atemzug die bis dahin vor ihm liegenden Eddie Findling und Markus Rohrig um kurz danach wieder bis auf den siebten Rang durchgereicht zu werden. Aber auch Eddie Findling hatte im weiteren Verlauf Markus Rohrig nichts mehr entgegen zu setzen und musste sich fortan erst einmal mit Platz fünf arrangieren.

Nachdem alle ihren Spritvorrat aufgefrischt hatten, lautete die Reihenfolge vorne immer noch Daniel Weiß vor Marco Pfeiffer (+1:14 Min) und Markus Rohrig, der zwischenzeitlich noch an Christian Barfuß vorüber gezogen war. An die fünfte Position war mittlerweile Martin Kradorf (KTM EXC 125) vorgerückt, allerdings schon unter arger Bedrängnis von Jan Froede. Nachdem er sich allerdings etwas Luft verschafft hatte, blies dieser zum Angriff auf seine beiden Vordermänner  Eddie Findling und Markus Rohrig, die diesem Angriff nicht wirklich etwas entgegen zu setzen hatten. Platz drei war schließlich Martin Kradorfs Lohn für diese Mühe. Aufging die Rechnung dennoch nicht, war die alte Reihenfolge doch binnen einer Runde wieder relativiert und sogar Jan Froede noch an Martin Kradorf vorbei gezogen, der sich damit erneut mit Platz sechs arrangieren musste.

In der fünfzehnten Runde erkämpfte sich Markus Rohrig Platz zwei hinter Daniel Weiß und Marco Pfeiffer auf Drei, während Jan Froede mit Platz vier noch vor Eddie Findling weilte. Fünfzehn Minuten vor Schluss erschien Maximilian Koubik (ATC Weiden, Yamaha WRF 450)dann erstmals auf Platz vier vor Eddie Findling und Martin Kradorf in der Tabelle. Kurz bevor das Rennen schließlich abgewunken wurde, erschien mit Manolito Welink (Team Welink Husaberg, Husaberg FE 450) ein weiterer bisher nicht unter den Top-Five in Erscheinung getretener Pilot auf dem Plan, indem er Eddie Findling noch auf Platz sechs verwies. Vorne machte hingegen Daniel Weiß alles klar, nur gefolgt von Markus Rohrig und Jan Froede. Maximilian Koubik verlor dagegen ebenfalls noch einen Platz an Manolito Welink, womit er als Letzer der Top-Five über die Ziellinie rollte.

3 Tim Apolle P1

Das letzte Rennen des Tages bestritten die Probanden der XC Advanced-Klasse. Diesem Lauf drückte der junge Ausnahmepilot Tim Apolle (Husaberg Enduro Junior Team Hornik, Husaberg TE 125) seinen ganz persönlichen Stempel auf. Vom Start weg übernahm er die Führung, während seine Widersacher Yanik Spachmüller (KTM Team Musch, KTM EXC 125) und Lutz Beste (Team Beste / MSC Sandhausen) alle Hände voll zu tun hatten, um überhaupt an Tim Apolle (Foto) dran bleiben zu können.

Am Ende der ersten Runde hatten sich Stephan Weigand (www.AMS-Dirtbikes.de / AMC Bad Windsheim, Aprilia RXV 450) und Erik Löffel (Parthen Powersports / Toschi´s / Blechstrich, KTM SX) hinter Tim Apolle breit gemacht. Marco Langbein (KTM SX 250) sortierte sich dagegen noch vor Stefan Dietzel (Bikes and Parts Beta Racing, Beta BAP RR 300 Factory) und David Böde (Cross Team Böde, KTM 250 SX-F) auf Platz vier ein. Kurze Zeit später verabschiedete sich Stephan Weigand erst einmal auf den sechsten Platz, wodurch alle anderen davor einen Platz kampflos erbten. David Böde konnte zusätzlich noch Stefan Dietzel passieren, womit erstmals Platz vier unter Dach und Fach war.

Im nachfolgenden Umlauf verbesserte sich David Böde um einen weiteren Platz und auch Lutz Beste konnte vorbei an Stefan Dietzel, Platz fünf erkämpfen. Auch David Böde wurde  im Anschluss wieder um einen Platz zurück geworfen. Nutznießer davon waren Lutz Beste auf dem dritten und Dominik Mai (SWT Sports, KTM EXC 350) auf dem vierten Platz. Zu allem Übel schlüpften im Anschluss auch noch Stefan Dietzel und Stephan Weigand kurzerhand an David Böde vorbei. Zum selben Zeitpunkt verwies Dominik Mai seinen Kontrahenten Lutz Beste auf den vierten Rang.

Ehe es zum Sprit fassen ging, übernahm Stephan Weigand den vierten Platz hinter Tim Apolle, Erik Löffel und Dominik Mai. Die Plätze hinter Stephan Weigand gingen zwischenzeitlich an Stefan Dietzel, Philipp Dräger (Team Parthen Powersports, Yamaha YZ450F) und Lutz Beste.

Bis auf Stefan Dietzel, der einen Platz an Lutz Beste abtreten musste, blieb alles wie gehabt, ehe es in die zweite Hälfte des Rennens ging.

3 Erik Loeffel P2

Nach ungefähr neunzig Minuten fiel Dominik Mai auf den achten Platz zurück, wodurch Sascha Staudigel (Team Bieberbach, KTM 500 EXC)den fünften Platz erobern konnte, während vorne Tim Apolle mit knapp 3 Minuten vor Erik Löffel (Foto), Stephan Weigand  und Philipp Dräger einsam seine Runden drehte.

Erst in den letzten zehn Minuten des Rennens gelang es Philipp Dräger den dritten Platz von Stephan Weigand zu ergattern, ohne dass dieser noch einmal kontern konnte. Am Ende siegte Tim Apolle mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg vor Erik Löffel und Philipp Dräger. Stephan Weigand, Sascha Staudigel und Lutz Beste belegten die Plätze vier bis sechs, während dahinter Kevin Romschinski (MSC Freier Grund Team Husaberg Wills, Husaberg TE 300), Stefan Dietzel und David Böde die weiteren Plätze belegten.

Besonderes Pech in diesem Rennen hatte allerdings Max Müller vom MSC Pfatter auf seiner Yamaha YZ 125, die just am Start einfach nicht mehr anspringen wollte. Schiebeversuche quer über das Gelände halfen nichts und erst als man in der Box die Zündkerze wechselte, konnte Max mit zwei Runden Verspätung dem Feld hinterher eilen. Dass dabei trotzdem noch ein einundzwanzigster Platz raus sprang, ist dennoch sehr beachtenswert.

LC Maria Franke P1

Im XC Ladies Cup standen beim ersten Rennen nur zwei Teilnehmerinnen am Start. Dies war zum einen Maria Franke (Team Monster Energy Kawasaki Pfeil, Kawasaki KXF 250) und Heike Petrick (Krahl & Koschel, Husaberg), Teilnehmerin bei der Damenmannschaft der Six Days im letzten Jahr am Sachsenring.

Dir Sache war dann auch schnell entschieden, da Maria Franke die Sache mit einem Start-Ziel-Sieg kurzerhand zu ihren Gunsten entschied.

xcc-racing.com
Rudolf Schuler

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