Das letzte Mal in diesem Jahr trafen sich die Freunde der German Cross Country Challenge zum abschließenden Finale im hessischen Bauschheim nahe Frankfurt am Main. Der MSC Bauschheim lud deshalb speziell zu seinem 50jährigen Bestehen die mittlerweile recht groß gewordene GCC-Gemeinde zum Schlussevent auf sein für GCC-Verhältnisse eher kleines aber feines „ ADAC-Offroad-Arena“ getauftes Areal ein. Auf einer angrenzenden Wiese fanden sowohl Fahrerlager als auch Festzelt für den abendlichen Pokalverleih ausreichend Platz vor.
Aufgrund der anstehenden Meisterschaftsfeiern und dem dafür erforderlichen Zeitrahmen wurde der letzte Lauf zur SSV-Challenge kurzerhand auf den Freitagabend vorverlegt. Nach der direkt im Anschluss durchgeführten Siegerehrung ging man zum gemütlichen, oder besser gesagt, Aktion geladenen Teil über. Die Rockband Mallet sorgte mit fetziger Rockmusik unter dem anwesenden Publikum schnell für eine ausgelassene Stimmung im Festzelt. Berichten zufolge, sollen auch einige der Akteure erst kurz vorm ersten einbrechenden Tageslicht ihre angestammten Plätze im Fahrerlager angesteuert haben.

Auch die anderen Klassen wurden am Samstag organisationsbedingt etwas anders als sonst üblich aufgeteilt. Durch diesen Umstand hatten also insbesondere die Vierradakteure ausnahmsweise das Glück als Erste an den Start gehen zu können und im Gegensatz zu allen anderen Läufen während der abgelaufenen Saison, eine nahezu jungfräuliche Strecke vorzufinden, vom vorabendlichen SSV-Event einmal abgesehen.
Nach und nach gingen also die Rennen der Quadiaten, Wild Childs, Beginners , Sportklasse C, Junioren und den Damen über die Bühne. Während die Pokale für die Tageswertung jeweils im Anschluss an die Rennen vergeben wurden, fand die große Meisterschaftsehrung für diese Klassen am Abend im vortrefflich präsentierten Festzelt statt.
Jens Zimmermann, seines Zeichens Rennleiter bei Baboons hielt sich dann bei der Vergabe der Preise und Pokale auch mächtig ran, um die Sache zwar ehrenvoll aber nicht zu langatmig werden zu lassen. Denn immerhin standen doch für diesen ersten Ehrungsabend deutlich mehr als 100 Pokale zur Vergabe an die Fahrer an.

Zum Weiteren hatten ja schließlich einige der Aspiranten angesichts der erhaltenen Titel und Preise den einen oder anderen triftigen Grund, kräftig darauf anzustoßen.
Mitnichten dauerte es auch nicht lange, bis die Stimmung im Festzelt unter DJ Holger´s musikalischer Umrahmung kochte.
Kurzerhand auf der Bühne aufgebaute Tische dienten manch mutigem Racer, in schwindelerregenden Höhen, knapp unterhalb des Zeltdaches in rhythmische Hymen zu verfallen, während das untenstehende Publikum tatkräftig zu weiteren Einlagen anfeuerte.
Es wurde also gefeiert, als gäbe es keinen Morgen. Da die Meisten für dieses Wochenende aber auch schon ihre renntechnische Pflicht erfüllt hatten und am Sonntag höchstens noch als Zuschauer an der Strecke verweilen wollten, bestanden ja auch keinerlei Gründe, sich der Partylaune zu entziehen, ehe irgendwann auch in der hintersten Ecke im Festzelt die letzten Lichter ausgingen.

Wie viele der Nachtschwärmer am darauf folgenden Morgen anstatt Rennluft zu schnuppern, den Nachwehen einer durchzechten Nacht frönten, konnte leider nicht näher in Erfahrung gebracht werden. Gewisse Gesichtszüge ließen aber tags darauf dennoch erkennen, wer in der Nacht zuvor weniger dem Schlaf, denn der menschlichen Genüsse oblag.
