Defektteufel auf dem Sandberg in Triptis aus dem Winterschlaf gerissen!

Mit einem weiteren Tag unter besten Wetter-Vorrausetzungen verlief der Sonntag des letzten XCC-Events der Saison 2011. Anscheinend hatte sich aber der Defektteufel gerade auf dem Sandberg in Triptis sein Winterquartier eingerichtet und wurde durch das verspätete Treiben am ganzen Wochenende erheblich gestört.

er war berall

Folglich legte er an zahlreichen Stellen seine Fallen aus, in die nicht wenige der anwesenden Sportler wie auch Organisatoren fielen. Stromaggregate gingen wegen Überlastung aus, der Radlader zur Streckenwiederherstellung musste am späten Samstag Abend mitten in der Arbeit mit technischem Defekt vorzeitig und unverrichteter Dinge wieder abgestellt werden und so mancher Pilot musste auch seinen fahrbaren Untersatz mit Technikproblemen eher abstellen als geplant.
Prominentestes Opfer des Defektteufels wurde unterdessen Chris Gundermann noch am Samstagabend im Rennen der Pro´s, hatte sich doch seine Honda auf aussichtsreicher Position mit einem kapitalen Motorschaden verabschiedet.
Aber auch am Sonntag hatte der Defektteufel noch nicht genug, so dass weitere Fahrzeuge mit technischen Defekten schneller wieder im Fahrerlager waren als an der Startlinie.

auch hier

Ganz besonderes Pech in dieser Beziehung hatte Nico Wiesel, einer der erfahrensten Piloten in der ATV-Klasse. Bei ihm hatte der Defektteufel schon in Schwabhausen zugeschlagen und war nicht zu feige auch in Triptis einen neuerlichen Anschlag auf Wiesel´s Technik zu unternehmen. Ja sogar beim Fotografen schlug dieser kleine Schlingel erbarmungslos zu und legte kurzerhand einige Funktionen in der Kamera lahm. Allerdings war hier kein weiterer Nachteil entstanden, waren doch genügend Ersatzkameras im Gepäck untergebracht. Keinen Ersatz gab es dagegen beim obligatorischen Red Bull- Bogen, denn auch dieser war schon im Vorfeld des Rennens mit ebenfalls technischem Defekt ausser Kraft gesetzt worden.
Dass in der Samstag Nacht auch einige menschliche Gehirne mehr oder weniger außer Kraft gesetzt wurden, war in den Fällen allerdings ausnahmslos nicht dem in Triptiser Wäldern hausenden Defektteufel zu zuschreiben.
Ansonsten verlief der Rennsonntag in renntechnischer Hinsicht ganz hervorragend und ohne Probleme ab. Es gab weder gravierende Stürze noch Verletzungen, auch die Organisatoren rund um Andreas Haupt hatten alles unter vollster Kontrolle.
Nachdem auch die Gäste das letzte Rennen unter Dach und Fach gebracht hatten, leerte sich nach Vergabe der letzten Pokale und noch immer traumhaftem Wetter das Fahrerlager in Windeseile.

Traumhaftes Wetter

Schließlich waren für diesen Event doch zahlreiche Sportler aus weiten Teilen Europas angereist und hatten nun noch einen weiten Weg nach Hause. Ob es dabei nur bis ins nachbarliche Österreich oder über die Alpen bis ins südliche Italien ging, spielte dabei weniger eine Rolle, sondern einzig und allein, dass es ein in jeder Hinsicht gelungenes XCC-Europafinale 2011 war.
Besonders erfreut zeigten sich unsere italienischen Freunde darüber, dass nach zwei Jahren XCC-Europafinale in Deutschland im kommenden Jahr der letzte XCC-Event im Süden Europas, sprich Italien ausgetragen werden wird.
Bis dahin eine erholsame Winterpause und jedem einzelnen viel Erfolg im nächsten Jahr.

Text und Fotos: Rudolf Schuler (baboonspress)