ereignis

Reiner Filsinger vom CRT Diehlheim musste seine KTM nach knapp einer Stunde Fahrzeit unter höchsten Anstrengungen aus dem Schlamm der unteren Spitzkehre ziehen, die nach der „Wellblechpiste“ oberhalb der Startgerade folgte. Schon bei den Läufen davor hatten an dieser Stelle die Piloten tiefe Spurrillen in den Boden gefräst. Diese wurden Reiner Filsinger jedoch nicht wie vielen seiner Kontrahenten zum Verhängnis, sondern seine KTM ließ ihn im Stich.
Filsinger fuhr in Runde 9 in gutem Mittelfeld liegend, in diese Kehre wie in den vorangegangenen Runden zuvor auch, auf einer relativ guten Spur ein und wollte schon wieder ans Gas gehen, ehe seine KTM unvermittelt mit abgestorbenem Motor stehen blieb.
Da in der Kehre nicht mehr viele fahrbare Alternativen zur Verfügung standen, drängte von hinten das aufkommende Feld. Filsinger erntete einen Schmähruf nach dem anderen, wild gestikulierend versuchten die nachfolgenden Piloten irgendwie an Filsingers KTM vorbeizukommen, der fieberhaft versuchte, den Leerlauf an der KTM zu finden um das Triebwerk wieder in Gang bringen zu können. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war die Tatsache, dass sich sein Kettenrad im Hinterrad der KTM verselbständigt hatte und ohne Befestigungsschrauben zur Nabe den weiteren Vortrieb versagte. Die Kette hatte sich zwischen Ritzel und Schwinge verklemmt und dadurch das komplette Triebwerk blockiert.

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Filsinger, noch nichts von dem Schaden ahnend,  konnte nicht glauben, den Leerlauf an seinem Gefährt nicht zu finden können und versuchte deshalb weiterhin verzweifelt den Motor wieder anzutreten.
Erst nachdem ein Streckenposten Filsinger auf das Problem aufmerksam machte, begriff der Pilot die Lage und zerrte seine KTM mit letzten Kräften aus der Spurrille und stellte sie total am Ende neben der Strecke ab.
Just im nächsten Moment hörte man im Hintergrund das infernalische Hochdrehen eines Zweitakters.
An der KTM des Österreichers Andreas Birgmann  vom MSC Mattighofen/birgi.at blieb der Gasschieber auf der Anfahrt zur Spitzkehre in der Vollgasstellung hängen. Birgmann konnte nicht verhindern, dass die wild davon stiebende KTM ohne ihn in einem filmreifen Abflug in der Botanik landete. Der Pilot, an dem Birgmann mit Vollgas vorbeischoss, dachte wohl eher an ein UFO, denn an einen seiner Kollegen. Zum Glück zog sich Birgmann bei dieser Aktion nur einige leichte Blessuren an den Ellenbogen zu, während an der KTM doch einige deutlichere Kampfspuren zu verzeichnen waren.
Somit endete der erste Lauf für Filsinger in der Runde 7 bzw. in der Runde 9 für den Piloten aus dem Nachbarland der damit zwar eine weite Anreise hatte, aber nur ein kurzes Stelldichein auf der Rennstrecke in Sonneberg.
In der Ergebnisliste konnte sich Filsinger damit noch unter der Position 37 der Super Seniors und Birgmann auf Position 67 bei den Pre Senors einreihen.
Den Wunsch der beiden Piloten, bei den nächsten Rennen etwas mehr Glück zu haben, wurde hoffentlich von den entsprechenden Stellen zur Kenntnis genommen.