Zahlreiche, besorgte Anrufe gingen am frühen Sonntag Morgen beim Rennleiter Jens Zimmermann ein, da rund um Mühlhausen mehrere Unwetter tobten und jeder natürlich wissen wollte, ob denn überhaupt Rennen in Mühlhausen stattfinden könnten. Dort war man nicht schlecht ob dieser Nachrichten erstaunt, da es in der Nacht lediglich ein paar nichtssagende „Tröpfchen“ geregnet hatte. Jedoch nicht annähernd soviel, dass der staubtrockene Boden auch nur den Hauch von Feuchtigkeit verspüren ließ. Die Mannen des MC Mühlhausen, rund um den Vorsitzenden Harald Scheidig hatten dagegen jede Menge Arbeit, genügend Wasser auf die Strecke zu schaffen, um der Staubentwicklung für die nachfolgenden Rennen so weit wie möglich Herr zu werden.
Auch waren wenige der Top-Favoriten aus der Quad-Pro Klasse im Fahrerlager auszumachen, da gleichzeitig im schwäbischen Gerstetten die Deutschen Meisterschaften im Quad-Cross stattfanden und Größen wie Stefan Schreiber und Kevin Ristenbieter dort bessere Ausgangspositionen hatten als bei der GCC. Dafür standen in der Sportklasse B erstmalig drei Akteure aus den Staaten an der Startlinie eines GCC-Rennens und stellten damit ein bisher nicht dagewesenes Novum dar. Entsprechend dem Reglement starteten Kaleb Salazar, Chad Sullivan und Matthew Maynard allerdings nur in der aktuellen Tageswertung, da die Meisterschaft nur für eingeschriebene Fahrer reserviert ist. Die meisten Teilnehmer standen jedoch wie immer bei der Sportklasse A an den Startlinien in Mühlhausen.

Lauf 4: Nur vier Piloten standen in Mühlhausen bei den Pro´s am Start. Max Freund mit besten Aussichten auf den Titel war ebenso vertreten wie Frank Geiling, Sandy Schulze und Andre Sitzler. Wie schon erwähnt, glänzten Stefan Schreiber und Kevin Ristenbieter wegen der DM mit Abwesenheit. Sandy Schulze hatte wegen terminlicher Verpflichtungen ebenfalls den kürzeren Weg nach Mühlhausen gewählt, wenn auch für ihn die DM punktetechnisch interessanter gewesen wäre.
In Abwesenheit seiner stärksten Konkurrenz machte sich also Max Freund schon vom ersten Meter an die Arbeit, seinen zurecht gelegten Plan in Sachen Meisterschaft in die Tat umzusetzen. Vom Start weg übernahm er die Führung und baute Runde um Runde seinen Vorsprung auf seinen Verfolger Frank Geiling aus, nachdem dieser in der ersten Kurve des Starts erst einmal mit ausgebremstem Motor und unverrichteter Dinge stehen geblieben war. Noch innerhalb der ersten Runde übernahm er jedoch den zweiten Platz von Sandy Schulze, während Andre Sitzler mit schlechtem Start an letzter Stelle liegend, die Verfolgung der enteilten Gegner aufnahm.

Danach waren die Verhältnisse für den Rest des Rennens ohne wenn und aber geklärt. Max Freund fuhr einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg nach Hause und erhöhte damit seinen Kontostand in Sachen Meisterschaft um weitere dreißig Punkte. Auf die Frage des Moderators, ob er denn alles hätte geben müssen, meinte Max Freund: „konnte eigentlich relativ locker fahren, die Strecke hat riesen Spaß gemacht, richtig geil präpariert und ein super Rennen!“. Zweiter wurde am Ende Frank Geiling, der dadurch weitere fünfundzwanzig Punkte auf seinem Konto verbucht und nun mit 89 Zählern nur noch vier Punkte hinter Andre Sitzler rangiert und damit in der Meisterschaft aktuell auf Platz vier liegt.
Da das obligatorische Streichergebnis Andre Sitzler nach jetzigem Stand aber noch sechzehn Punkte kostet, stehen die Chancen für Frank Geiling nicht schlecht, noch am Schefflenzer vorbeiziehen zu können, da Geiling bereits ein Nullresultat im Sollbuch stehen hat. Stefan Schreiber wird hingegen seinen zweiten Meisterschaftsplatz spätestens in Schefflenz abgeben müssen, sofern er nicht mehr in der diesjährigen GCC-Saison am Start stehen sollte. Aufgrund der Situation, dass auch der nächste Termin GCC und DM an einem Wochenende vereint, könnte dies eine durchaus vorstellbare Tatsache werden.
Dasselbe würde Kevin Ristenbieter´s fünften Meisterschaftsplatz betreffen, da er analog zu Stefan Schreiber ebenfalls größere Chancen in der DM sehen dürfte als bei der GCC und Sandy Schulze (3. Platz Mühlhausen) dadurch noch an Ristenbieter vorbeiziehen könnte, da nur zwei Punkte an Differenz zwischen den beiden liegen.
In der Klasse XC Quad Sport A erwarteten viele einen neuerlichen Paradeauftritt vom jungen Vorzeigepiloten Manfred Zienecker, der sich am Start aber zunächst einmal hinter seinen schärfsten Rivalen, dem Österreicher David Freidinger und Sebastian Richter einordnen musste. Während Manfred Zienecker noch in der ersten Runde an Sebastian Richter vorbei ziehen konnte, brauchte er für David Freidinger schon deren zwei, um sich der Führung des Feldes annehmen zu können. Darvin Welslau und Peter Eilbacher sortierten sich unterdessen hinter diesem Führungstrio ein.
In der vierten Runde tauchte Manfred Zienecker plötzlich nicht mehr an der Zählstelle auf, obwohl Freidinger, Richter, Welslau und Eilbacher schon passiert hatten. Ein gebrochner Radstern an Zienecker´s Quad hatte abrupt alle Siegeshoffnungen zunichte gemacht und zugleich David Freidinger die Führung vererbt. Dieser ließ sich von da an von keinem Kotrahenten mehr die Butter vom Brot nehmen und gewann am Ende mit deutlich mehr als zwei Minuten Vorsprung und einer Runde mehr als dem Rest des Feldes souverän das Rennen der Klasse XC Quad Sport A.
Sebastian Richter konnte sich fast das ganze Rennen auf Position zwei behaupten, musste dann aber in der fünfzehnten Runde dem von hinten permanent nach vorne aufschließenden Denni Maas den Vortritt überlassen und sich am Ende mit dem dritten Platz zufrieden geben. Da Darvin Welslau und Peter Eilbacher während des Rennens zunehmend Boden verloren, übernahmen Oezdem Demir und Timo Lipperer dessen vierten und fünften Platz, ehe es nach neunzig Minuten das letzte Mal über die Ziellinie ging.
Manfred Zienecker konnte zwar nach erfolgter Reparatur noch einmal das Rennen aufnehmen, durch den entstandenen Zeitverlust und sechs Runden Rückstand aber nur noch wenig Schadensbegrenzung auf dem am Ende befundenen dreiundzwanzigsten Platz betreiben.
Meisterschaftstechnisch liegt Manfred Zienecker damit weiterhin auf Titelkurs, wenn auch aktuell mit nur acht Punkten Vorsprung auf David Freidinger. Allerdings würde das Streichergebnis derzeit bei Zienecker acht Punkte Abzug bedeuten, bei David Freidinger dagegen achtzehn Punkte, so dass Zienecker real doch achtzehn Zähler vorm Kontrahenten liegt. Auf dem dritten Platz liegt Denni Maas mit 105 Punkten vor Peter Eilbacher (91 P.) und Oezdem Demir (90 P.).

Nach einem fulminanten Start von Marko Jager und Jürgen Gröpl kam schon in der ersten Runde fast das Aus für die beiden erfahrenen ATV-Piloten. Auf einem zur Strecke gehörenden Asphaltstück lagen Jager und Gröpl direkt hinter einem Fahrer eines Sportquads. Zu dritt am Hebel ziehend, jagten sie die Piste entlang, ehe sich der Kollege auf dem Sportquad verschaltete und noch zu allem Übel zusätzlich abbremste. Jager und Gröpl hatten keine Chance, fuhren auf den Kontrahenten auf und flogen links und rechts in den Graben. Als Marko Jager seine Can Am aus dem Graben bugsieren wollte, stieg diese auf und begrub Jager unter sich. Nur mit Hilfe des Sportquadfahrers und Jürgen Gröpl, der zwischenzeitlich nach 200m durchpflügtem Maisacker wieder zurück gekommen war, konnte Jager unter der Can Am befreit werden und das Fahrzeug wieder auf die Räder gestellt werden.
Mit lädiertem Knie und unter heftigen Schmerzen wurde Marko Jager unter diesen erheblichen Einschränkungen letztlich doch noch Dritter am Ende des Rennens. Schantl Racing Teamchef Jürgen Gröpl hatte sich bei dieser Aktion den Kühler zerstört und musste alle zwei Runden 2 ½ Liter Kühlwasser nachfüllen, was ihn jedes Mal einige Minuten kostete.
Nach diesem Zwischenfall übernahm dann zunächst Torsten Harz die Führungsarbeit, wurde aber alsbald von Maik Grosser abgelöst. Nur kurze Zeit später ging die Führung an Max Thielicke, während sich Maik Grosser und Torsten Harz dahinter einordnen mussten. Einmal noch konnte Maik Grosser im weiteren Verlauf kontern, bevor Max Thielicke endgültig die Führung übernahm und bis zum Ende des Rennens nicht mehr abgab.
Maik Grosser behielt unterdessen Platz zwei, während Torsten Harz gegen Ende des Rennens noch von Marko Jager überholt wurde. Einen besonders bemerkenswerten fünften Platz fuhr in Mühlhausen der Lokalmatador Martin Karmann ins Ziel, wenn man bedenkt, dass Martin mit dem Handicap einer Beinprothese das Rennen bestritt.
In der Meisterschaft geht es damit nach wie vor sehr eng auf den ersten Plätzen zu. Marko Jager führt aktuell mit 115 Punkten vor Max Thielicke (112. P.) und Torsten Harz (107 P.) Jürgen Gröpl rangiert mit 91 Punkten auf Platz vier, gefolgt von Maik Grosser mit 81 Punkten. Allerdings ist auf den ersten vier Plätzen noch kein Pilot mit einem Nullresultat in der Tabelle, so dass jeder hier noch einigen Punkten ade sagen muss und damit in Sachen Meisterschaft noch alles offen ist. Lediglich Olga Rouckova auf Platz sechs wird nach einer erfolgten Operation nicht mehr ins aktuelle Geschehen eingreifen können.
Lauf 5: Eine neuerliche Demonstration seines Ausnahmekönnens lieferte Luca Pepe Menger in der Wild Child Klasse W2 ab. Mit einem weiteren, souveränen Start-Ziel-Sieg gewann er bisher nicht nur alle Rennen dieser Saison, sondern sicherte sich in Mühlhausen auch noch gleichzeitig und zwei Läufe vor Ende der Saison so gut wie sicher den Meistertitel in dieser Klasse. Lediglich noch vier Punkte muss Luca Pepe Menger in den zwei verbleibenden Rennen auf seinem Konto verbuchen, ehe er den Meisterschaftspokal endgültig mit nach Hause nehmen darf.
Lukas Gurr, der zweite am Start hatte nach der ersten Kurve erst einmal einen ordentlichen Quersteher, lag dann gleichauf mit Ronny Wirth, Chris Nitzschke und Manuel Buchholz. Nach der ersten Runde hatte Luca Pepe Menger zwölf Sekunden auf Chris Nitzschke an der zweiten Stelle liegend, gut gemacht. Christoph Westphal dagegen lag mit nur einer halben Sekunde Rückstand hinter Chris Nitzschke, hatte selbst aber schon einige Meter Abstand zu Chris Leib und Andreas Kleber. Nach einer weiteren Runde lag Christoph Westphal vorm Chris Nitzschke und dieser wiederum hatte nun die beiden Piloten Ronny Wirth und Marc Rotermundt, getrennt durch einige Meter Abstand, hinter sich.
Nachdem knapp die Hälfte des Rennens absolviert war, übernahm Jannik Müller Rang vier im Rennen, während vorne alles beim Alten blieb und sich hinter Jannik Müller noch immer Ronny Wirth und Marc Rotermundt aufhielten.
Der Vorwärtsdrang von Jannik Müller war damit aber noch nicht gestillt und prompt lag er eine Runde später auf Platz zwei hinter Luca Pepe Menger, der allerdings schon fünfundfünfzig Sekunden enteilt war. Chris Nitzschke hatte erneut Position drei erkämpft, während Marc Rotermundt und Ronny Wirth die weiteren Plätze für sich beanspruchten.
Danach waren die Fronten unter den ersten fünf Piloten geklärt und ohne weitere Veränderungen spulte man die restlichen Runden ab, ehe es zum letzten Mal über den Zielstrich ging. Luca Pepe Menger gewann somit souverän vor Jannik Müller, Chris Nitzschke und Marc Rotermundt. Fünfter im Bunde der schnellen Kids wurde kurzum Ronny Wirth.
In der Meisterschaft steht Luca Pepe Menger mit aktuell 150 Punkten als Meister so gut wie fest, Zweiter ist Chris Nitzschke mit 111 Punkten, vor Noah Wenz (103 P.), Andreas Kleber (82 P.) und Florian Doms (82 P.)
In der Klasse W1 gingen die Piloten auf den kleinen 65er Maschinchen an den Start, die in Anbetracht einer Leistung von knapp 20 PS alles andere wie kleine Spielzeuge zu betrachten sind und damit letzen Endes so manchem Roller oder Kleinkraftrad auf der Straße weit mehr als nur Paroli bieten könnten. Dass die Kids aber absolut in der Lage sind, mit diesen heißen Geräten umzugehen, zeigten sie in Mühlhausen einmal mehr dem hoch erstaunten Publikum.
Während Tizian Mey den Start noch für sich entschied und Paul-Erik Huster als Zweiter auf die Strecke ging, drehte sich diese Reihenfolge nach der ersten Runde genau ins Gegenteil. Als dritter ordnete sich Henrik Hoppen ein und behielt diesen Platz auch noch nach Absolvierung der ersten Runde bei, während die weiteren Plätze an Maximilian Langbein und Leandro gabriel Hagen gingen.
Kurz danach ging Tizian Mey erneut an seinem Kontrahenten Paul-Erik Huster vorbei und übernahm wieder die Führung im W1er Feld. Max Langbein machte ebenfalls einen Platz gut und lag nun auf Platz drei vor Henrik Hoppen und Leandro gabriel Hagen. Henrik Hoppen war diese Konstellation aber alles andere als zugetan und prompt setzte er sich im direkten Anschluss wieder auf Platz zwei vor seine Widersacher Paul-Erik Huster, Max Langbein und Leandro gabriel Hagen.
Nach fünf gefahrenen Runden bzw. etwas mehr als der Hälfte des Rennens konnte Henrik Hoppen erstmalig die Führung in der Klasse W1 der Wild Childs von Tizian Mey übernehmen. Auf den weiteren Plätzen rangierten nach wie vor Paul-Erik Huster, Maximilian Langbein und Leandro gabriel Hagen. Nur ein paar Kurven weiter musste Leandro gabriel Hagen unfreiwillig seinen fünften Platz an den von hinten heranrückenden Percy Sterl abtreten, ehe dieser auch noch am davor liegenden Maximilian Langbein vorbei zog. Damit hatte Percy Sterl aber noch immer nicht genug erreicht und ging in der vorletzten Runde noch am auf Platz drei liegenden Paul-Erik Huster vorbei. Nach einer weiteren Zieldurchfahrt wurde schließlich Henrik Hoppen als strahlender Sieger abgewunken, während Tizian Mey den zweiten Platz vor Percy Sterl, Paul-Erik Huster und Maximilian Langbein erfolgreich über die Ziellinie fuhr.
Die besten Chancen auf den Meistertitel hat damit im Moment Tizian Mey mit 132 Punkten vor Paul-Erik Huster (125 P.) und Maximilian Langbein (121 P.) Leandro gabriel Hagen (105 P.) und Yannick Eberle (92 P.) liegen zurzeit auf den Rängen vier und fünf der Meisterschaft.
Lauf 6: Das vorletzte Rennen des Tages war den Aspiranten der Klasse XC Sport B und den Pre Seniors vorenthalten. Mit gut gefüllten Starterfeldern ging es schließlich auf die zweistündige Staubschlacht bei noch recht angenehmen Temperaturen.
Tobias Hauptlorenz hatte dabei zunächst die Nase ganz vorne, Nick Engel und Tim Apolle folgten auf dem Fuße und dahinter hüllte das restliche Feld, zusammen geschoben zu einem einzigen Pulk schon einmal alles in eine dichte Staubwolke ein.
Mit einem Vorsprung von sieben Sekunden kam Tim Apolle aus Runde eins zurück und dies, obwohl die erste Runde nur einen Bruchteil der Länge der nachfolgenden Runden hatte. Ronny Züllich hatte sich auf den zweiten Platz geschoben und Tobias Hauptlorenz konnte sich auf dem dritten Platz noch vor Benedikt Müller und Manuel Beyhl halten. Bevor sich die zweite Runde ihrem Ende zuneigte, konnte Benedikt Müller an Tobias Hauptlorenz vorbeiziehen und Christian Sturm vom zehnten Platz kommend bis auf die fünfte Stelle des Feldes nach vorne fahren und im weiteren Verlauf gleich noch an Benedikt Müller vorbei, Platz drei für sich zu verbuchen. Christian Müller verdrängte im selben Atemzug Tobias Hauptlorenz von seinem fünften Platz.
Ohne seinen Vorwärtsdrang zu unterbrechen, zog Christian Sturm nach einer weiteren Runde am Zweiten Ronny Züllich vorbei und setzte nun zur Jagd auf den Führenden Tim Apolle an. Der spielte in Mühlhausen jedoch in einer ganz anderen Liga und war für seinen Teamkollegen Christian Sturm definitiv unerreichbar. Im Duell um den dritten Platz zog Ronny Züllich letztendlich den Kürzeren gegen Christian Müller und reihte sich demzufolge hinter diesem ein, ehe die siebte Runde zu Ende ging. Aber auch Marco Langbein fand im weiteren Verlauf noch einen Weg an Ronny Züllich vorbei, bevor es zu den anstehenden Tankstopps in die Box ging.
Nachdem diese Ihren Abschluss gefunden hatten, lautete die Reihenfolge auf den Plätzen eins bis drei Tim Apolle, Christian Sturm und Marco Langbein. Ronny Züllich und Dominik Pleyer setzten ihr Rennen auf den Positionen vier und fünf fort, während Benedikt Müller nur noch auf Rang zehn unterwegs war. Kurz bevor die letzte ½ Stunde anbrach, ließ Marco Langbein seinen Kollegen Christian Sturm auf dem zweiten Platz hinter sich. Tim Apolle vorne hatte zwischenzeitlich mehr als zwei Minuten Vorsprung und lag damit außerhalb jeglicher Reichweite. Christian Sturm verlor in den folgenden Runden erheblich an Boden und fiel zwischendurch bis auf den einunddreißigsten Platz des Feldes zurück. Durch diesen Umstand rutschte Philipp Kaiser erstmalig unter die besten Fünf dieser Klasse. Auch Ronny Züllich musste sich kurz vor Schluss noch Dominik Pleyer und Philipp Kaiser geschlagen geben und sich hinter seinen beiden Gegnern auf Platz fünf einordnen. Wenige Minuten später rollte man dieser Reihenfolge das letzte Mal an diesem Tag über die Ziellinie der Mühlhausener MX-Strecke. Durch den Umstand, dass Christian Müllers Transponder sporadisch Fehler beim Zuweisen der Startnummer zur Rundenzeit hatte, musste dies von der Zeitnahme nachträglich korrigiert werden, womit er im Anschluss auf seinem real erfahrenen zweiten Platz im Ziel gewertet wurde. Tim Apolle gewann somit überlegen vor Christian Müller, Marco Langbein, Dominik Pleyer, während Philipp Kaiser als Letzter die Top-Five komplettierte.
Den Meisterschaftstand betreffend lautet die aktuelle Reihenfolge Tim Apolle (115 P.) vor Christian Müller (92 P.), Enrico Urbich (81 P.), Ronny Züllich (73 P.) und Manuel Beyhl (68 P.).
Bei den XC Pre Seniors fuhren zunächst Oliver Müller und Michael Schwindt vorne weg, hatten aber direkt dahinter fast das gesamte Feld am Hinterrad kleben.
Dementsprechend hatte sich die Reihenfolge nach der ersten Runde erst einmal gründlich verändert.
Die Führung hatte zwischenzeitlich schon einmal Gunnar Junge übernommen, mit Patrick Heß aber durchaus einen Anwärter hinter sich, der genau so gut für den Platz ganz vorne in Frage kam. Dritter war schließlich kein Geringerer als Heinz Hadrich, der wiederum von Steven Lange im Auge behalten wurde. Fünfter im Bunde der schnellen älteren Herren war schlussendlich Jürgen Mosch, jedoch gefolgt vom Goldbach-Gewinner Mirko Bartosch.
Im zweiten Turn lag nach wie vor Gunnar Junge an vorderster Front, jetzt allerdings gefolgt von Heinz Hadrich, da Patrick Heß nach einem Fahrfehler des Sport-B Piloten Lars Schuffenhauer in dessen Motorrad geriet und sich beide unversehens neben der Strecke wiederfanden. Bis sich Patrick Heß wieder aufgerappelt hatte, war zwischenzeitlich auch noch Steven Lange vorbei gezogen. Auf Platz fünf hinter Patrick Heß verweilte nach wie vor Jürgen Mosch, der jedoch einige Kurven später von Dirk Staudenecker abgelöst wurde.
Nach insgesamt sieben Runden schien sich Mirko Bartosch mit der Strecke arrangiert zu haben und preschte binnen weniger Kurven bis auf den fünften Platz nach vorne, während Dirk Staudenecker seinen Kontrahenten Steven Lange auf den vierten Platz verwies und Patrick Heß unterdessen erst einmal mit Platz sechs Vorlieb nehmen musste. Ganz vorne ließen sich Gunnar Junge und Heinz Hadrich derweil nicht weiter aus der Ruhe bringen. Eine Runde später lag Mirko Bartosch schon auf Rang vier, gefolgt von Wolfgang Baierl, der kurz zuvor noch Steven Lange überholt hatte. Dieser ließ dies allerdings nur ungern auf sich sitzen und drehte dementsprechend einige Ecken weiter den Spieß einfach wieder um. Ohne Respekt zog Mirko Bartosch zum selben Zeitpunkt an seinem Vordermann Dirk Staudenecker vorbei.
Nachdem gegen Rennmitte alle Boxenstopps unter Dach und Fach gebracht waren, lautete die Reihenfolge unter den ersten Fünf vorne unverändert Gunnar Junge und Heinz Hadrich. Auf Platz drei war jetzt wieder Dirk Staudenecker unterwegs, gefolgt von Steven Lange und Mirko Bartosch auf den Plätzen vier und fünf, die aber erneut wenige Minuten später die Plätze unter einander tauschten. Am Ende der fünfzehnten Runde lag Heinz Hadrich das erste Mal an der Spitze des Feldes, da Gunnar Junge nach Ausfall vorzeitig das Rennen beenden musste. Den zweiten Platz erbte Dirk Staudenecker, der aber nun wieder Mirko Bartosch hinter sich hatte, während auf den nachfolgenden Plätzen Wolfgang Baierl und Frank Mey auf ihre Chance warteten.
Nach ein paar weiteren Runden ohne Veränderungen im vorderen Feld fehlte plötzlich Dirk Staudenecker, da dieser ebenfalls vorzeitig sein Rennen nach einundzwanzig Runden beenden musste. Mirko Bartosch, Wolfgang Baierl und Frank Mey rutschten dadurch auf die Plätze zwei, drei und vier nach vorne, während Steven Lange die fünfte Position beschert wurde. Ohne weitere Veränderungen passierte man schließlich wenige Minuten später zum letzten Mal die Zählstelle, angeführt von Heinz Hadrich als Sieger.
In der Meisterschaftstabelle steht damit noch immer Mirko Bartosch (112 P.) ganz oben, gefolgt von Gunnar Junge (100 P.) und Frank Mey (90 P.). Vierter ist aktuell Patrick Heß mit ebenfalls 90 Punkten vor Ronald Gawrisch mit derzeit 83 Punkten.
Lauf 7: Gegenüber den anderen Läufen hatte man beim letzten Rennen des Tages für die ambitionierten Piloten eine spezielle Endurosektion aus künstlichen Hindernissen in die Strecke eingebaut, die in den ersten Runden doch für einige Nadelöhre gesorgt hatte und deshalb kurz nach dem Start auch wieder aus dem Rennen genommen wurde. Die Zuschauer hatten dennoch ihren Spaß an diesen Hindernissen, wenn auch sehr zum Missfallen der meisten Piloten.
Am Start hatte jedoch zunächst einmal Kevin Zdon am besten die Karten gemischt, jedoch dicht gefolgt von Roel Geurts und Stefan Hage. Danach kam schon der Rest des Pro-Feldes mehr oder weniger auf gleicher Höhe liegend um die erste Ecke.
Nach der ersten verkürzten Runde musste Kevin Zdon als erster durch die extra aufgebaute Endurosektion, Zweiter war schon der Ungar Cory Nemeth, der auch das Rennen der Pro´s in Goldbach gewonnen hatte. Dritter war schließlich Stefan Hage vor Bert Meyer und dem Belgier Roel Geurts. Nachdem die Endurosektion aber für mehr Stau sorgte, als zu vertreten war, wurde sie nach Beendigung der zweiten Runde vorsorglicher Weise wieder aus der Strecke heraus genommen. Roel Geurts hatte bis dahin seinen fünften Platz gegen Position zehn getauscht und der Niederländer Wesley Pittens übernahm Geurts fünften Platz. Bei den danach wesentlich schnelleren Runden konnte Cory Nemeth problemlos an Kevin Zdon vorbei ziehen und Michael Herrmann übernahm Platz fünf, nachdem Pittens um einige Plätze zurück gefallen war. Dazwischen lagen noch immer Bert Meyer und Stefan Hage.
Zweier weiterer Umrundungen bedurfte es, ehe Josef Kulhavy an Michael Herrmann vorbei schlüpfen konnte und noch dazu einen weiteren Platz nach vorne rutschte, da Stefan Hage sich aus den Top-Five verabschiedet hatte. Nur wenig später musste Kevin Zdon seinen beiden Rivalen Bert Meyer und Josef Kulhavy Tribut zollen und sich auf Platz vier hinter dem schnellen Duo einordnen. Chris Gundermann hatte sich im selben Zeitraum den fünften Platz von Michael Herrmann zu Eigen gemacht. Ohne lange zu fackeln, ging Chris Gundermann nach und nach an seinen Gegnern Bert Meyer und Josef Kulhavy vorbei und lag damit erstmal auf Platz zwei hinter Cory Nemeth. Während der anstehenden Boxenstopps gab es die eine oder andere dadurch bedingte Verschiebung innerhalb des Pro-Feldes, lautete aber anschließend wieder Cory Nemeth vor Josef Kulhavy, Chris Gundermann und Bert Meyer. Michael Herrmann hatte unterdessen erneut Platz fünf erkämpft.
Danach war die Reihenfolge unter den Profis endgültig geklärt. Ohne weitere Veränderungen spulte man Runde um Runde ab, ehe es nach hundertzwanzig Minuten das letzte Mal über den Zielstrich ging. Cory Nemeth nahm als Sieger weitere dreißig Punkte mit nach Hause, während die dahinter liegenden Plätze an Josef Kulhavy, Chris Gundermann und Bert Meyer gingen. Den fünften Platz sicherte sich Michael Herrmann vor Kevin Zdon und Christian Weiß. Mike Hartmann fehlte ab Mitte des Rennens und hatte deshalb am Ende lediglich zwölf absolvierte Runden auf seinem Konto.
Josef Kulhavy (115 P.) ist damit in Sachen Meisterschaft weiterhin auf Titelkurs, da er sein Streichergebnis schon in Goldbach eingelöst hat und damit vorerst keine weiteren Punkte verliert, während Bert Meyer (99 P.), Kevin Zdon (97 P.), Christian Weiß (95 P.) und Sascha Eckert (77P.) noch einer stattlichen Zahl an Punkten nach derzeitigem Stand ade sagen können.
Kaum zu erkennen war der Start der XC Experts, da die Staubschwaden noch von den Pro´s über dem Platz standen. Vorne lag jedoch Alexander Heu, gefolgt vom Dreierpack Tobias Gnann, Kevin Abele und Jonas Böttcher. Nachdem das Feld das erste Mal zurück kam, lag Daniel Weiß vor Alexander Heu und Jonas Böttcher. Philipp Müller hatte Position vier inne, aber noch Tobias Gnann und Philipp Storz direkt hinter sich.
Nur kurze Zeit später übernahm Philipp Storz den zweiten Platz hinter Daniel Weiß, Alexander Heu ordnete sich wiederum hinter Storz ein. Michael Röhrl hatte derweil Rang vier erobert und dadurch Jonas Böttcher auf den fünften Platz verwiesen. In der dritten Runde übernahm Philipp Storz zunächst einmal die Führung im Feld der XC Experts und verwies damit Daniel Weiß auf den zweiten Platz. Fünf Runden brauchte Daniel Weiß im Anschluss, um Philipp Storz erneut von der Führungsposition zu verdrängen.
Da der Fünfte Jonas Böttcher einigen Boden verloren hatte, konnte dessen fünfter Platz von Manolito Welink übernommen werden. Dazwischen lagen nach wie vor Alexander Heu und Michael Röhrl auf Position drei und vier. Kurz bevor die Boxenstopps zu erledigen waren, konnten Marc Töppel und Markus Röhrig den vor ihnen liegenden Manolito Welink passieren und Marc Töppel damit als Fünfter hinter Daniel Weiß, Philipp Storz, Alexander Heu und Michael Röhrig in die Box abbiegen. Ohne weitere Änderungen ging es danach wieder zurück auf die Strecke. Nach guten zwei weiteren Runden musste sich Michael Röhrl erst dem von hinten drängenden Marc Töppel geschlagen geben und sich mit dessen fünftem Platz anfreunden, bevor auch Christian Täufer noch an Röhrl vorbei schlüpfen konnte.
Kurz vor Ende des Rennens gelang es Markus Röhrig noch, sich Christian Täufers fünften Platz habhaft zu machen, während vorne Daniel Weiß vor Philipp Storz und Alexander Heu abgewunken wurde. Vierter wurde schließlich Marc Töppel vor Markus Röhrig und Maximilian Koubik.
In der Meisterschaft führt somit immer noch eindeutig Philipp Storz (140 P.) vor Markus Röhrig (102 P.) und Marc Töppel (80 P.). Daniel Weiß ist aktuell Vierter mit 78 Punkten und Michael Röhrl Fünfter mit insgesamt 76 Zählern auf dem Konto.
Fast analog zum Start der Experts verhielt es sich auch bei den Kollegen der Klasse XC Sport A. Hier hatte Marcel Kößel die Nase vorm Rest, mit Kai Markert, Tim Schmidt, Mike Langguth und Christian Luhm aber gleich vier Piloten in einer Reihe hinter sich, wobei Christian Luhm nach der ersten Runde zunächst die Führungsarbeit vor Mike Langguth und Kai Markert übernommen hatte.
Dahinter reihten sich schon Oliver Wolfgang und Marcus Staudacker ein. Es dauerte nicht mal eine weitere Runde und Oliver Wolfgang übernahm die Führung vor Jens Schreiber und Robert Scharl. David Böde schnappte sich einige Kurven weiter die vor ihm liegenden Marcus Staudacker und Kai Markert, was ihm vorerst den dritten Platz einbrachte. Während es einige Minuten später kräftig knisterte im Feld und Oliver Wolfgang sich auf Platz fünfzehn wieder fand, übernahm vorne Robert Scharl die Führung vor Jens Schreiber und David Böde. Björn Pape agierte auf Rang vier, noch vor Marcel Kößel und Lutz Beste, bevor Pape wieder hinter diese zurück fiel.
Bis zu den fälligen Boxenstopps konnte Walther Schneider zunächst an Lutz Beste vorbei gehen, wurde im Anschluss jedoch erneut von Lutz Beste überholt, während Marcel Kößel noch hinter die beiden auf Position sechs zurück fiel. Nach einigen kleineren Veränderungen während der getätigten Boxenstopps lautete die Reihenfolge erneut Jens Schreiber vor Robert Scharl und Kai Markert. Walther Schneider hatte nach dem Verlust einiger Plätze wieder Rang vier inne und Yannik Mosch war erstmals unter den besten Fünf im Feld der Klasse XC Sport A unterwegs. Nach knapp neunzig Minuten rutschte Kai Markert auf Rang fünf zurück, wodurch Walther Schneider und David Böde je einen Platz nach vorne rückten, nachdem David Böde zuvor an Yannik Mosch vorbei gezogen war. Wenige Minuten später stieß Walther Schneider bis auf Platz zwei nach vorne, während Kai Markert erfolgreich David Böde von Platz vier verfrachtete. Vor Walther Schneider lag nach wie vor Jens Schreiber in Führung, dahinter Robert Scharl auf Position drei, musste jedoch kurz danach denselben an Kai Markert abtreten.
Dieser nahm sich fünf Minuten vor Schluss noch einmal Walther Schneider auf Platz zwei zur Brust und überquerte hinter Jens Schreiber schlussendlich als Zweiter die Ziellinie an der Zählstelle des Mühlhausener MX-Tracks. Dritter wurde dementsprechend Walther Schneider, gefolgt von David Böde und Robert Scharl.
Für die Meisterschaft bedeutet dies ein nun vorne liegender Jens Schreiber mit 118 Punkten vor Oliver Wolfgang (111 P.) und Kai Markert (105 P.), während Robert Scharl (100 P.) noch vor Yannik Mosch (85 P.) rangiert.
Geschrieben von: Rudolf Schuler
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