Mit einigen Neuerungen startete die German Cross Country Serie in die neue Saison. Dazu gehörten auch die beiden neuen Klassen XC Youngtimer und XC Twinschock, die auch gleich als Erste die Saison eröffneten. Der MSC Triptis rund um den ersten Vorsitzenden Andreas Haupt hatte in den letzten Wochen alles Menschenmögliche getan, um den rund 700 Startern eine adäquate Strecke anbieten zu können. Dass nur eine Woche zuvor noch Schnee auf der Strecke lag, machte die Sache nicht einfacher und noch dazu, dass nur eine Nacht vor dem Rennen ein zwölfstündiger Dauerregen nahezu wieder alles zunichte machte. Aber dank des unermüdlichen Einsatzes von Andreas Haupt und seinen Mannen konnten trotz des widrigen Wetters am Samstag alle Rennläufe, wenn auch teilweise verkürzt, vonstatten gehen.
Lauf 1:
Wie bei allen Läufen üblich, gingen auch die XC Youngtimer und XC Twinschock gemeinsam in das auf vierzig Minuten veranschlagte, erste Rennen. Die Yongtimer hatten damit als Erste das Vergnügen, beim Ertönen des Startrailers die Hände zu erheben und zwanzig Sekunden später ihre Motoren zu starten, bevor es darum galt den besten Start zu erwischen!
Am besten gelang dies zunächst einmal Martin Frank (MC Neustadt, KTM GS 300) und Roberto Scarbata (MSC Kali Bad Salzungen, Yamaha YZ 250) der dabei allerdings schon die ersten Meter auf Martin Frank verloren hatte. Die weiteren Plätze gingen an Sandro Lemuth (MSC Walldorf – Team Parthen, Husqvarna CR 500) und Sascha Bartels auf einer Honda XR 250 R. Noch in der ersten Runde, die nach rund fünf Minuten beendet wurde, hatte Sandro Lemuth die Spitze übernommen und Stefan Groß (ATC-Weiden mafia-racing.de) auf seiner Honda CR 125 war auf Platz drei vorgefahren. Nach nur zwei Runden musste Sandro Lemuth unfreiwillig das Rennen beenden, da sich an seiner Husqvarna die hintere Achsmutter verabschiedet und damit der Steckachse ebenfalls die Möglichkeit des Verselbstständigens ermöglicht hatte und somit kein Weiterfahren mehr zuließ. Dadurch erbte Martin Frank für knappe drei Runden wieder die Führung, bevor sich diese endgültig Stefan Groß unter den Nagel riss und das Rennen vor Martin Frank und Roberto Scarbata mit rund 1 ½ Minuten Vorsprung gewann und das, obwohl er am Start erst ganz als Letzter weg kam. Vierter wurde derweil Hans Peter Hempfling (AC Kronach) auf einer KTM MC 390 gefolgt von Peter Barthels. Sandro Lemuth gab später zu Protokoll, dass das beim nächsten Rennen garantiert nicht mehr passieren würde. Wozu gäbe es schließlich im gut sortierten MX-Handel Splinte für die Schraubensicherung!
In der Twinschock-Klasse hatte schon vom ersten Meter an ein alter Bekannter das Sagen im Feld. Kein anderer wie Konrad Schneider (wide-open-club.de, Yamaha MX 400), auch bekannt als der Startkönig schlechthin, bestimmte vom ersten Meter an die Gangart im Rennen dieser Klasse. Frank Trost (Kosak KTM Racing Team, Yamaha YZ) folgte mit schon gebührendem Abstand auf Rang zwei, während sich dahinter Artur Wirth (MSV – Rangau/Uehlfeld) auf der 440er Maico einsortierte. Die weiteren Plätze gingen vorerst an Otto Gierlich (1. AMC Zirndorf, KTM GS 420/250) und Uwe Hildebrand (MSC Walldorf – Team Parthen, SWM).
Kurze Zeit später zog Otto Gierlich an Frank Trost vorbei und Swen Schiller (MC Neustadt, SWM) beendete hinter Frank Trost als Vierter die erste Runde. Jens Ziegenhahn auf einer KTM RV 125 aus dem Jahre 1980 lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz fünf.
Nach einem weiteren Umlauf lag Swen Schiller schon auf Platz zwei hinter dem Führenden Konrad Schneider, während auf den Plätzen dahinter nach wie vor Otto Gierlich, Frank Trost und Jens Ziegenhahn unterwegs waren.
Im weiteren Verlauf fiel Otto Gierlich zunächst auf Platz sieben zurück, verbesserte sich am Ende aber noch um eine Position nach vorne. Jens Ziegenhahn nutzte diesen Umstand, um sich Platz drei vor Frank Trost und Artur Wirth zu sichern, ehe das Rennen von Gridgirl Jessy mit der schwarz/weiß karierten Zielflagge abgewunken wurde.
Lauf 2:
Im zweiten Lauf gab es schon am Start ein kleines Novum, hatte doch diesen prompt Martin Köck auf seiner rein elektrisch betriebenen Zero für sich entschieden. Dahinter lagen nahezu gleichauf Klaus Metzger (MSC Schefflenz, KTM 350SXF) und Ulf Rochna, der ebenfalls auf einer KTM (EXC300) aber vom KTM Team West unterwegs war, während auf den weiteren Plätzen der Lokalmatador Andreas Haupt (MSC Triptis / Fischer Moto-Cross-Sport, Kawasaki KX 450F), Lutz Stiebritz (Team Parthen, Yamaha YZ 450) und Michael Böde (Cross Team Böde, KTM 350SX-F) folgten.
Am Ende der ersten Runde hatte sich das Thema Elektroantrieb dann auch schon wieder relativiert. Erster war fortan Klaus Metzger vor Otto Reitberger (Hard-Oldies, KTM EXC 500) und Michael Böde. Auf Rang vier rangierte bereits der letztjährige Klassenmeister Jörg Albrecht (Enduro Koch Racing / MSC Schefflenz, Husaberg TE 250), der allerdings aufgrund einer Schulterverletzung beim Training noch nicht wieder ganz auf seinem sonst üblichen Level agieren konnte. Helfried Höfer (MSTC Gembdental / Team Hornik, Husaberg EC 200) komplettierte derweil erst einmal die Top-Five. Zwei Runden später beanspruchte schließlich Jörg Albrecht den zweiten Platz von Otto Reitberger, wodurch sich dieser von da an mit Platz drei arrangieren musste.
Ab diesem Zeitpunkt war die Reihenfolge unter den ersten fünf Piloten beschlossene Sache. Dahinter reihten sich Heiko Jobst (MSC Walldorf /Team Parthen, KTM), Lutz Stiebritz und Andreas Haupt ein, der zwischenzeitlich bis auf den sechsten Platz nach vorne gefahren war, am Ende aber doch nur auf dem achten Platz die Zielflagge sah. Die beiden letzten Plätze unter den besten Zehn gingen schlussendlich an Dieter Hartmann (ACS Hartmann, Kawasaki KLX 450) und Robert Milner auf einer KTM 350EXC-F.
In der Gästeklasse war Mario Dölz (Yamaha Parthen /msc-dirty-sports e.V., Yamaha YZ 450F) der Schnellste am Drücker und ging somit auch als Erster durch den großen Ortema-Bogen. Dahinter folgten nebeneinander liegend Tobias Wittek (Automarkt-Immelborn, KTM EXC 300) und Matthias Polster (Husaberg TE 125), ehe auch schon das restliche Feld der Gästeklasse folgte.
Tobias Wittek beendete schließlich als Erster Runde eins, gefolgt von Patrick Strelow (KTM-Sturm / ADAC Sachsen Junior Team, Husaberg TE 250) und Sascha Staudigel (Team Bieberbach, KTM EXC 500), einem weiteren nicht unbekannten Piloten des vergangenen Jahres. Mario Dölz beendete als Vierter die erste Runde, hatte aber gerade mal eine halbe Sekunde Vorsprung auf Marcel Quellmalz (MC Oberwiera, Kawasaki KX 450F) der wiederum runde drei Sekunden vor Matthias Weihermüller (AMC Sonnefeld, KTM SX 125) rangierte. Kurz danach übernahm jedoch Sascha Staudigel Platz vier und auch Björn Heimer (Enduro Fleischer / MC MEK, Husqvarna CR125) und Christian Täufer fuhren auf die Plätze vier und fünf nach vorne.
Während sich Tobias Wittek weiterhin an der Spitze behauptete, musste Patrick Strelow seinen zweiten Platz in der dritten Runde an Marcel Quellmalz abtreten. Björn Heimer hielt derweil auf dem vierten Rang den nachfolgenden Sascha Staudigel bei einer Distanz von rund elf Sekunden, die sich jedoch eine Runde später in einen Rückstand von 2 ½ Minuten wandelte und dementsprechend nur noch Platz sechzehn für Heimer bedeutete. Sascha Staudigel erntete dadurch Platz vier hinter Tobias Wittek, Patrick Strelow und Marcel Quellmalz. Den fünften Platz übernahm fortan Jörn Quellmalz (KTM EXC 350F).
Lange Freude hatte er an diesem fünften Platz jedoch nicht, musste er ihn doch nur wenige Kurven weiter schon wieder an Marcus Böhm (KTM SX 350F) abgeben. Danach verlor Sascha Staudigel erst einmal etwas deutlicher an Boden und Jörn Quellmalz nutzte diese Gelegenheit, um an Marcus Böhm vorbei zu huschen und damit dessen vierten Platz zu übernehmen. Marcus Böhm sah dem jedoch nicht allzu lange tatenlos zu und holte sich kurz vor Schluss seinen vierten Platz erst einmal wieder zurück. Die Rechnung hatte er abermals ohne Jörn Quellmalz gemacht, der den Spieß in der letzten Runde erneut umdrehte. So gewann nach einem verkürzten Rennen von sechzig Minuten Tobias Wittek vor Patrick Strelow und Marcel Quellmalz. Platz vier und fünf gingen an Jörn Quellmalz und Marcus Kugler (Enduro Fleischer, Husaberg TE 125) der ebenfalls kurz vor Schluss noch an Marcus Böhm vorbei gegangen war. Auf den Plätzen sieben bis zehn landeten schlussendlich Sascha Kumant (MSC Aischgrund im ADAC e. V., KTM EXC 300), Michael Richter (Kawasaki 250), Mario Dölz und Peter Jung vom Automarkt-Immelborn auf einer KTM EXC 250.
xcc-racing.com
Rudolf Schuler
Berichte von den weiteren Läufen erscheinen in Kürze hier auf www.xcc-racing.com