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Eine Serie der

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PostHeaderIcon Race of Wild Childs – Marisfeld 2011

Gewöhnlich haben die Wild Cilds bei den GCC-Rennen den Vorteil, dass durch die im Lauf zuvor gestarteten Quad-Piloten die Strecke ordentlich glatt gebügelt wurde.  Da aber in Marisfeld nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche der Strecke ausschließlich purer Fels vorzufinden ist, hatten die Piloten des Vortages und die der Quads nahezu allen verfügbaren Boden im wahrsten Sinne des Wortes pulverisiert und in Staub verwandelt, der das komplette umliegende Gelände mit einem feinen Grauschleier überzog. Zusätzlich kamen dadurch unzählige Steine an die Oberfläche, die den Kids sozusagen im Weg lagen. 

W2_Yanik_Spachmller_Rang_1Yanik Spachmüller

Aber wie sagt man doch so schön „auch mit Steinen, die man dir in den Weg legt, kann man etwas Schönes bauen!“  Diesen Grundsatz nahm sich wohl auch Yanik Spachmüller vom Team KTM Musch in der Klasse W2 gründlich zu Herzen und legte prompt einen exzellenten Start-Ziel-Sieg aufs Marisfelder MX-Parkett. Schon in der ersten Runde legte er sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Christoph Westphal  vom Team KFZ-Westphal Offroad-Racing im 1. AMC Zirndorf an den Tag. Von nun an baute er diesen Vorsprung permanent aus und ließ seinen Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance, auch nur annähernd an ihn heranzukommen.

Start_W2Start der wilden Horde

Luca Pepe Menger  vom Team Jakobi hingegen machte vom Start weg Jagd auf den vor ihm liegenden Zweiten Christoph Westphal, den er dann auch prompt in der dritten Runde einkassierte.
Nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens lagen auf den ersten drei Plätzen nach wie vor Spachmüller vor Menger und Christoph Westphal. Auf Rang vier hatte sich mit Marcel Hofbauer ein weiterer Pilot vom 1. AMC Zirndorf unter die Top-Five gemischt. Die fünfte Position zu diesem Zeitpunkt ging unterdessen an den Robo-Racing-Germany-Piloten David Schreiber  vom MRSC Mernes und MSC Aufenau. Im weiteren Verlauf musste Schreiber jedoch die Piloten Stephan Westphal, den Bruder von Christoph Westphal und Kurt Erbe im Team Geitner (MSC Roitzsch) unfreiwillig ziehen lassen. Auch dem anfangs nicht so richtig in die Gänge gekommenen Sieger von Walldorf, Stefan Badstuber vom Enduro Bunker Racing Team konnte er letzen Endes nichts mehr entgegen setzen und sich dann am Ende nur mit Platz acht im Feld der W2-Aspiranten zufrieden zu geben.  
Während vorne die Plätze einträchtig bezogen waren, wurde auf den hinteren Plätzen nach wie vor  bis zum Schluss verbissen um jeden Zentimeter hart gekämpft. Die Plätze neun und  zehn sicherten sich letztendlich Noah Wenz (AMC Rodheim-Bieber) und Noah Albertus, beide auf KTM.

SE_W1

Eine Glanzleistung im Rennen der W1-Piloten bot das Junior-Team des ADAC Mittelrhein vom  MSF Winningen mit seinen Piloten Tom Oster, Fiete Klein, Fynn Schwab und Marvin Horst.  
Vom besten Start einmal abgesehen, den sich  Leon Dörzbacher vom MSC Reichholzheim  sicherte, hatten die Jungs vom ADAC-Junior-Team das ganze Rennen über, alles souverän im Griff.
Dem Vierer-D-Zug konnte Leon Dörzbacher auf seiner weißen Kawasaki zwar anfangs etwas Paroli bieten, musste dann aber einem nach dem anderen der Winninger Truppe den Vortritt lassen. Runde um Runde spulten diese dann die vierzig zu fahrenden Minuten wie am Schnürchen gezogen, auf der Marisfelder Piste, sehr zur Freude ihrer an der Strecke stehenden Teambetreuer, ab. So hieß die Reiheenfolge am Ende dann auch ohne wenn und aber Tom Oster vor Fiete Klein, Fynn Schwab und Marvin Horst. Für Leon Dörzbacher reichte es damit am Ende noch zu einem fünften Rang im Gesamtklassement der W2-Klasse, während Justin Six (MX Endurotraining Thüringen), Nico Ratisch, Nico Gauer (STEGA-Racing), Patrick Wehr (1. AMC Zirndorf / Team „KTM Dechant Racing“) und Florian Gorner auf den Plätzen sechs bis zehn im Ziel einrollten.

SE_W2_linke_Seite

SE_W2_Mitte

SE_W2_rechte_Seite

Wie gewohnt war bei der späteren Siegerehrung wieder einmal mehr eine derart große Menschenmenge vor dem GCC-Truck versammelt, dass sogar das Siegerehrungsfoto der Kids-Klassen in Etappen aufgenommen werden musste, um alle aufs Bild zu bekommen. Dabei hätte doch gerade die Truppe des ADAC Mittelrhein Teams in Marisfeld ein bisher nicht oft  zu sehendes Bild abgegeben.  
Die jungen Racer auf die Streckenverhältnisse von Marisfeld durch den Streckensprecher angesprochen , hörte man durchweg positive Stimmen, ganz im Gegensatz zu vielen der anwesenden „jungen und alten Hasen“ in diesem Geschäft.
Der richtige Racer, egal ob groß oder klein erwartet bei einem Offroad-Rennen nun mal keine Autobahn und lässt sich auch von dem einen oder anderen Stein auf der Strecke nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn er diesen in der Staubfahne des Vordermanns garnicht gesehen, sondern nur danach gespürt hat.
That´s even racing. See you in Mernes!

Alle Ergebnisse wie gewohnt in der Rubrik „Wild Childs“ unter www.xcc-racing.com

Geschrieben von: Rudolf Schuler